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Johannes der Täufer hinten rechts auf dem Podest der Lengfurter Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule)

Johannes der Täufer hinten rechts auf dem Podest der Lengfurter Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule)

Aufgenommen am 28. Juni 2013 · Standort 49.81041, 9.60474

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Die Lengfurter Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule) Die Lengfurter Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule): Die prunkvolle, weiß und gold erstrahlende Dreifaltigkeitssäule (Pestsäule) auf dem Lengfurter Marktplatz wurde vom nach Wien ausgewanderten Lengfurter Bürger Johann Josef Neuff (s.u.) 1728 gestiftet und 1729 fertiggestellt. Sie ist der Wiener Pestsäule nachgebildet und wohl einzigartig in Franken. Geplant und erbaut wurde sie vom Würzburger Bildhauer Jakob von Auwera und dem Maurermeister Johann Georg Ickelsheimer. Ganz oben auf der Säule findet sich eine vollplastische Dreifaltigkeitsdarstellung: Jesus mit großem Kreuz in der Hand (links) und Gott mit Zepter (rechts) sitzen auf einer Wolke, aus welcher an diversen Stellen Engelsköpfe herausschauen. Über beiden fliegt in einem goldenen Strahlenkranz die Taube als Symbol für den Heiligen Geist. Die eigentliche, nach unten hin etwas breiter werdende Säule ist mit weiteren zahlreichen beflügelten Engelsköpfen und diverser Wolkenornamentik reich verziert und endet auf einem mächtigen Podest. Auf diesem stehen vier große Podestfiguren - an jeder Ecke eine-, die die Säule umrahmen: Vorne findet man die beiden Pestheiligen Sebastian (links) und Rochus (rechts), hinten die Namenspatrone des Stifters, also Johannes den Täufer (rechts) und Josef (links). Auf der Sockelvorderseite ist mittig ein großes Wappenschild des Stifters angebracht, direkt darunter findet sich das Stiftungsdatum: ANNO 1728 3.TIA MAIJ Rechts und links davon (jeweils um die abgerundeten Kanten herum bis auf die jeweilige Sockelseitenfläche reichend) folgt die weitere -lateinische- Stiftungsinschrift: Links vom Wappen: IN HONOREM SANCT(I)SSMAE TRINITATIS DEI PATRIS FILIJ ET SPIRITUS SANCTI ET IN PER PETUAE GRATITUDINIS SIGNUM ET DEUOTIONEM PUBLICAM PATRIOTARUM ET VIATORUM PYRAMIdEM HANC EREXIT Rechts vom Wappen: F ILLUSTRIS ET PRAENOBILIS DNS D: Ioannes Iosephus NOBILIS dE NEUFF SACRI ROMANI IMPERü Ea(?)uEt(?) SACRAE CAESAREAE ET CATHOLICAE MAYESTATIS CONSILIARIUS CA =MERAE AULICAE ET ZIFFR: SECRET: INTIMUS. -- Johann Joseph Neuff wurde am 4. Juli 1676 als sechstes von zehn Kindern der Eheleute Johann und Barbara Neuff in Lengfurt (im Haus mit der heutigen Adresse Friedrich-Ebert-Str. 34) geboren. Mit 16 Jahren begann er an der Universität Würzburg ein Philosophiestudium, um dann ab 1698 am Wiener Hofe als Entschlüssler für Geheimkorrespondenz zu arbeiten. 1713 wurde er für seine Verdienste schließlich in den erblichen Adelsstand erhoben und durfte sich fortan Johann Joseph Edler von Neuff nennen. Aus seiner Ehe mit Johanna Franziska Peißer von und zu Wertenau entsprang nur ein Kind, welches früh verstarb. Johann Josef Edler von Neuff selbst starb am 12. März 1734 in Wien. Seine Heimatgemeinde Lengfurt hatte er in den Jahren zuvor mit diversen Stiftungen bedacht. -- verwendete Quellen: Liste der Baudenkmäler in Triefenstein Infotafel Um kunstvollen Stein - Der Lengfurter Marktplatz (Europäischer Kulturweg Triefenstein 1 und 2), Archäologisches Spessart-Projekt e.V.. Die Infotafel steht auf dem Lengfurter Marktplatz. tourismus-triefenstein.de

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