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Holzkreuz (1863) am Originalstandort des Bettendorff-Kruzifixes (1686)

Holzkreuz (1863) am Originalstandort des Bettendorff-Kruzifixes (1686)

Aufgenommen am 23. Mai 2014 · Standort 49.68591, 9.29024

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Alter Walldürner Weg – Holzkreuz (1863) am Originalstandort des Bettendorff-Kruzifixes von 1686 (Miltenberg-Wenschdorf) Hier am steilen Hang zwischen Miltenberg und Wenschdorf verlief neben dem Limes später auch der alte Walldürner Weg von Miltenberg nach Walldürn. An einigen Stellen ist der alte, teilweise ziemlich tiefe Hohlweg noch gut zu erkennen. So auch neben dem oben zu sehenden Holzkreuz, welches laut seiner Sockelinschrift und einer seitlich auf dem Sockel des Bettendorf-Kruzifixes angebrachten Versetzungsinschrift im Jahr 1863 den ursprünglichen Standort jenes viel älteren Bettendorf-Kruzifixes (1686, Foto hier) eingenommen hat, nachdem jenes im Jahr 1856 ca. 100m weiter hangabwärts an die Kreuzung mit einem damals wohl neu angelegten Weg versetzt worden war. . Womöglich hatte Franz Reinhardt von Bettendorff das alte Kruzifix an seinem (obigen) Originalstandort errichten lassen, weil sich an diesem ein familiäres Unglück ereignet hatte? Die Originalstifterinschrift auf der Sockelvorderseite des Bettendorff-Kruzifixes (Foto) ist an der entscheidenden Stelle leider abgeblättert; ich glaube erahnen zu können, dass das Kruzifix zum Andenken an Franz Reinhardt von Bettendorffs Tochter hier errichtet wurde. Der Miltenberger Oberamtmann Franz Reinhard von Bettendorff und seine Ehefrau Anna Margaretha von Sternenfels, deren Vater wohl in Walldürn ein wichtiges Amt inne hatte, hatten 2 Söhne und 5 Töchter, die laut den _Deutschen Adelsproben (1868, Seite 72, Nr. 516) zum Zeitpunkt der Errichtung des Kruzifixes wohl zumindest alle noch lebten. Nach jener Quelle schlossen die zu jenem Zeitpunkt (1698) bereits verwitwete Anna Margaretha von Bettendorff und ihre 7 Kinder einen Rezess. War also evtl. Franz Reinhardt von Bettendorff selbst im Jahr 1686 hier am Walldürner Weg überraschend -und somit ohne Testament- gestorben, weshalb seine Frau und Kinder schließlich in Erbstreitigkeiten gerieten, die 12 Jahre später zu jenem Rezess führten? . Die Inschrift auf dem steinernen Sockel des heute hier am Originalstandort des Bettendorff-Kruzifixes stehenden Holzkreuzes lautet jedenfalls: 1863 Haben an dieser Stelle wo früher das an die Straße versetzte Crucifix stand, Gut= thäter aus Miltenberg zur Ehre Gottes und der Heiligen Jungfrau Maria dises Kreuz aufrichten lassen. . verwendete Quellen: (-) Nedopil, Leopold. Deutsche Adelsproben (1868, Seite 72, Nr. 516) (-) gw.geneanet.org

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