Panoramio reincarnated

Hatzfeldt-Bildstock (1670) am Ende des Kreuzweges neben der Bergkirche

Hatzfeldt-Bildstock (1670) am Ende des Kreuzweges neben der Bergkirche

Aufgenommen am 7. Juli 2012 · Standort 49.45605, 9.91994

Zum Bild

Hatzfeldt-Bildstock (1670) am Ende des Kreuzweges neben der Bergkirche Hatzfeldt-Bildstock (1670) neben der Bergkirche: Der Bildstock besteht aus zwei unterschiedlichen Materialien: Sockel und Pfeiler sind aus Kalkstein, der Aufsatz ist aus Sandstein. Womöglich wurden hier also irgendwann einmal zwei ehemals getrennte Bildstöcke zu einem neuen vereint. Es ist aber auch gut möglich, dass der Aufsatz einfach nur deshalb aus Sandstein gefertigt wurde, weil dieser feiner zu bearbeiten ist. In einer zentralen, runden Nische des Aufsatzes befindet sich ein braunes Relief (Holz? Gips?). Es zeigt den auferstandenen Jesus inmitten zahlreicher, ihn bestaunender Menschen stehend, von welchen nur die Köpfe abgebildet sind. . Am oberen Ende des Pfeilers ist ein Wappenschild angebracht: Es handelt sich um das Wappen derer von Hatzfeldt - das Familienwappen des Stifters? In der neben dem Bildstock befindlichen Laudenbacher Bergkirche befindet sich das prunkvolle Herzgrabmal des Melchior von Hatzfeldt (20.10.1593 - 9.1.1658), welcher ein ein kaiserlich-habsburgischer Feldherr war, der im Dreißigjährigen Krieg unter Albrecht von Wallenstein und Matthias Gallas diente. Melchior von Hatzfeldt starb unvermählt und vermutlich kinderlos. Er hatte 4 Brüder, von denen sein Bruder Franz von Hatzfeld (1596-1642) Fürstbischof von Würzburg und Bamberg wurde. Melchior wurde von seinem Bruder Hermann von Hatzfeldt (1603-1673) beerbt. Hermanns Nachfolger wurde sein Sohn Heinrich († 1683). Er war verheiratet mit Katharina Elisabeth von Schönborn, mit der er elf Kinder hatte. Eventuell wurde der 12 Jahre nach Melchior von Hatzfeldts Tod errichtete Bildstock also von dessen Bruder und Erben Hermann oder dessen Sohn Heinrich gestiftet. . Direkt unter dem Bild -noch im Sandsteinaufsatz- findet sich die Inschrift: Ego sum re- surrectio et vita A. 1670 D. (Ich bin die Auferstehung und das Leben.) . Der Bildstock wurde ca. im Jahr 2000 renoviert. . verwendete Literatur: Brandstetter-Köran, Michaela Bildstöcke im Taubertal um Bad Mergentheim, Weikersheim und Creglingen. (Bergatreute: Eppe 2000)

Schlagwörter

Im Bildarchiv lässt sich dieses Foto in voller Größe ansehen, auf der Karte verorten und mit der Umgebung vergleichen.

Ähnliche Aufnahmen