Die Rückseite des Bildstocks am Altheimer Weg im Diebgrund
Aufgenommen am 7. Februar 2013 · Standort 49.57397, 9.38168
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Kleiner Bildstock (17. Jhd.) am Altheimer Weg im Diebgrund (Walldürn):
Der Bildstock besitzt ein Oberteil mit Satteldach, in dessen Nische gerade noch ein ziemlich verwittertes Kruzifixrelief zu erkennen ist. Das Kreuz scheint dabei auf einem runden Felsen zu stehen.
Die einzige, zumindest heute noch erkennbare Inschrift befindet sich ganz oben auf der Stammvorderseite:
ANNO 161?
Die letzte Zahl des Jahres ist weggebrochen, die vorletzte könnte auch eine 3 (oder gar eine 7 oder 9) sein.
.
Der Bildstock ist sehr klein (ca 100cm Gesamthöhe), sitzt aber womöglich nicht mehr auf seinem Original-Stamm: Bildteil und Stamm sind seitlich mit neuen Eisenklammern verbunden. Da beide Teile aber aus vergleichbar verwittertem roten Sandstein bestehen, sollte es sich um den Originalstamm handeln.
.
Merkwürdig bei diesem Bildstock ist aber, dass er bei Köllenberger (s.u.) nicht gelistet ist, was erstaunlich wäre, wenn er wirklich vor 1650 entstanden wäre. Er wäre aber natürlich möglich, dass er erst später (zerbrochen in einem Straßengraben?) wieder entdeckt und errichtet wurde.
Allerdings erwähnt Köllenberger einen (anderen?) Bildstock, der in unmittelbarer Nähe zu obigem gestanden haben muss, heute aber nicht mehr auffindbar ist: Er erwähnt als Nr. 526a (Seite 208; s.u.) einen Bildstock auf einer Wiese südlich des Waldstetter Pfads(welcher heute hier im Diebgrund ca 300m weiter östlich als Abzweigung der Alten Altheimer Straße beginnt) und zwar etwa 500m südostwärts des Marsbrunnens. Jenen Bildstock beschreibt er als stark verwittert und nach vorn geneigt und er habe einrechteckiges Oberteil mit Satteldach und leerer Nische - Hat er das verwitterte Kruzifixrelief womöglich übersehen? Jener Bildstock hatte nach Köllenberger aber eine längere Inschrift, die oben am Stamm begann:
1636 / IST HAN- / ?????? / HIE IN GOT(T) / ENTSC(H) / LAFEN / GOT SEI / DER AR / MEN SE / EL GEN / EDIG / AMEN
Ich denke eher nicht, dass es sich bei jenem von Köllenberger beschriebenen Bildstock um den obigen handelt, halte es aber zumindest nicht für ausgeschlossen.
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zitierte Literatur:
Köllenberger, Heinrich. Die Inschriften der Landkreise Mosbach, Buchen und Miltenberg. Auf Grund der Vorarbeiten von Ernst Cucuel. (Stuttgart: Alfred Druckenmüller Verlag 1964), S.208 (Nr.526a)
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