Die Halbigsmühle (Rollenmühle)
Aufgenommen am 26. Januar 2012 · Standort 49.61898, 9.65975
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Die Halbigsmühle (Rollenmühle)
Die Halbigsmühle (1390/ 1904):
Die Mühle wird bereits im Jahr 1390 als Bremen molen (Brehmbachmühle) von Gottfried von Uissigheim in seinem Lehenrevers erstmalig urkundlich erwähnt.
Danach hieß sie wohl einige Jahrhunderte lang Äußere Mühle (Mühle außerhalb der Stadtmauern).
Lange Zeit gab es an dieser Stelle sogar eine Doppelmühle, also zwei direkt nebeneinander liegende Mühlen: Die andere Mühle wird im Jahr 1578 erstmalig als Wolfsmühle (Hintere Mühle) erwähnt und später auch Hammerichsmühle genannt. Ende des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts kam es wiederholt zu Streitigkeiten (Nutzung des Mühlkanals etc) zwischen beiden Mühlenbesitzern: Damals gehörte die Äußere Mühle der einflussreichenFamilie Pfreundschick (Pfreundschig, Pfrundsig) - zunächst Jakob Pfreundschick, dessen Sohn, der spätere Abt Leonhard Pfreundschig 1635 (oder 1638), deshalb womöglich hier in der Mühle und nicht wie sonst vermutet im Zwinger-Gebäude geboren wurde. DieWolfsmühle gehörte zu jener Zeit Bernhard Hammerich (Haimerich) und anschließend dessen Sohn Hans Jakob Hammerich (Haimerich).
Nach den Pfreundschicks ging die Äußere Mühle in den Besitz von Johann Franz Trostüber.
Ungefähr um das Jahr 1800 herum müssen dann beide Mühlen einem Besitzer gehört haben, der sie zu einer Mühle zusammenführte.
Vermutlich seit dem 18. (oder Anfang des 19.) Jahrhunderts wurde die Äußere Mühle dann Rollenmühle genannt, wahrscheinlich weil es eine Vorrichtung zum Transport des Mahlguts auf Rollen o.ä. gab.
Seit 1835 befindet sich die Rollenmühle (bis heute) schließlich im Besitz der Familie Halbig, ab ungefähr der Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie auch Halbigsmühle genannt.
Im Jahr 1904 brannte die Mühle fast vollständig nieder. Sie wurde zwar wieder aufgebaut (siehe Foto), die letzten Überreste der ehemaligen zweiten Mühle (Wolfsmühle, Hintere Mühle bzw. Hammerichsmühle) gingen aber spätestens durch diesen Großbrand restlos verloren.
Quelle: Franz Gehrig & Hermann Müller Tauberbischofsheim. Verein Tauberfränkische Heimatfreunde e.V. (TBB, 1997)
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- * Trost - Johann Franz Trost
- * Uissigheim - Gottfried von Uissigheim
- 1904
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