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Der Grab- bzw. Gedenkstein des Johann Adam Sans (1661-1734) von der Mittelmühle

Der Grab- bzw. Gedenkstein des Johann Adam Sans (1661-1734) von der Mittelmühle

Aufgenommen am 15. November 2013 · Standort 49.57375, 9.48771

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Der Grab- bzw. Gedenkstein des Johann Adam Sans (1661-1734) an der Waldstetter Str. nahe der Mittelmühle (Bretzingen) Am Beginn der Waldstetter Straße (L 577), kurz nachdem diese die Erf überquert und Obere Mühle und Mittelmühle hinter sich gelassen hat, steht am rechten Straßenrand in einer kleinen Einbuchtung einer Grundstücksmauer dieses alte Steinkreuz. Als erstes fällt bei dem Kruzifix die Jahreszahl 1851 auf, die zentral auf der Vorderseite des übergroßen Sockels eingehauen ist. Der Sockel wurde -nicht nur wegen seiner Übergröße- dem Kruzifix aber wohl erst nachträglich beigefügt, vermutlich eben im Jahre 1851. Eventuell stand auf dem Sockel ja früher ein Bildstock an diesem Standort, denn es ist gut möglich, dass es sich bei dem Kruzifix um einen Grabstein handelt, der dann ursprünglich sicherlich auf dem alten Bretzinger Friedhof und nicht hier am Wegesrand gestanden hatte. Eine alternative Erklärung wäre, dass die auf dem Kreuz genannte Person an dieser Stelle gestorben ist und es sich somit um einen Gedenkstein an der Stelle des Todes handelt. Aber auch in diesem Fall dürfte das für den Sockel viel zu kleine Kreuz dennoch erst nachträglich (1851) auf den Sockel gestellt worden sein, worauf auch die nächste Jahreszahl hinweist, die sich auf dem Kleindenkmal findet: Auf dem Kreuzkopf, direkt über dem Kopf des Gekreuzigten ist 1737 zu lesen. Diese Jahreszahl wurde vermutlich nachträglich angebracht, denn direkt über ihr ist noch schwach INRI zu erkennen, was wohl ursprünglich wie üblich alleine an dieser Stelle stand. Ich gehe davon aus, dass bei der Restauration im Jahre 1851 versucht wurde, die nur noch schlecht lesbare Originalinschrift des Kreuzes zu entziffern und man dabei eben 1737 als Errichtungsjahr des Kreuzes (=Todesjahr der auf dem Kreuz genannten Person) zu erkennen glaubte und man daraufhin diese Jahreszahl ganz oben neu und somit gut lesbar anbrachte. Dabei dürfte sich aber ein kleiner Fehler eingeschlichen haben, denn das Todesdatum ist wohl 1734 (s.u.). Aber womöglich ist es ja tatsächlich ein Gedenk- und nicht das Grabkreuz und es wurde erst drei Jahre später an der Stelle des Todes errichtet. Die Originalinschrift auf dem Kreuz, die sich auf dem unteren, stark verbreiterten Teil des Kreuzstamms befindet und zentral vom Relief eines Totenkopfes mit Knochen unterbrochen wird, habe ich jedenfalls wie folgt entziffert (Angaben in eckiger Klammer sind dabei unsicher, da nicht mehr zweifelsfrei bzw. gar nicht mehr (Fragezeichen als Platzhalter) zu erkennen: ANNO 1661 DEN 24 DEZEM BER IST IOANN ADAM GE TAUFT WORDEN UND 27 MEI 1734 IST IOH ADAM WIDER [MIT] SELIG [HER] [SEI?] [ETS] . In der genealogischen Datenbank Erftal der Genealogenfreunde Hardheim und Umgebung findet sich ein Johann Adam Sans, bei welchem es sich um den auf dem Kreuz genannten Ioann Adam handeln dürfte: Johann Adam Sans wurde am 24.12.1661 in Bretzingen geboren. Er war evtl. Bäcker und heiratete am 14.11.1690 eine Anna Kaufmann aus Bretzingen. Er starb demnach am 1.5.1734 mit 72 Jahren in Bretzingen. Johann Adam Sans Vater hieß ebenso Johann Sans wie sein Großvater Johann Sans. Großvater Sans war womöglich der Sohn des Andreas Sans, dessen Vater Philipp als erster Sans über seine Frau in die Mühle kam. verwendete Quellen: genealogische Datenbank Erftal der Genealogenfreunde Hardheim und Umgebung

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