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Der Dürrhof

Der Dürrhof

Aufgenommen am 18. Mai 2012 · Standort 49.74361, 9.35425

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Der Dürrhof (1178) Der Dürrhof: Im Jahre 1178 (25.Mai 1178) werden Besitzungen in Durreberch durch das Zisterzienser-Kloster Bronnbach erworben. Der Dürrehof ist ein Grangle (landwirtschaftlicher Betrieb mit eigner Gemarkung) des Klosters und wird zunächst durch Mitglieder des Klosterkonvents, später durch Pächter bewirtschaftet. neben Ackerbau und Viehmast wird hauptsächlich Schafzucht betrieben. Am 18. April 1247 meldet Conrad von Dürn Bischof Hermann von Würzburg den Zehntverkauf seines Lehnsmannes Otto von Hainstadt am Dürrhof (Durreberg), Laukenhof (Luchenberc) und Wineden an das Kloster Bronnbach. 1717-1719 wird die heutige Dürrhofkapelle vom Abt des Klosters Bronnbach Joseph Hartmann erbaut. Um 1733 wird das noch stehende Hofhaus als Barockpalais erbaut. Ab 1749 wird der Dürrhof der Sitz eines Klosteramtsmanns, der neben der Landwirtschaft auch für das Forstwesen zuständig war. 1803 wird der Dürrhof säkularisiert und geht in den Besitz des Fürstenhauses Löwenstein-Wertheim-Rosenberg über. Die Dürrhofkapelle gehört von 1803 bis nach 1945 zum Areal Dürrhof mit Waldungen dem Fürstenhaus Löwenstein in Kleinheubach. Am 27. Juni 1806 wird von mehreren Pächtern ein Pachtvertrag über den Dürrhof gemeinschaftlich unterschrieben: Der Dürrhof wird bis 1820 wie eine Genossenschaft geführt. Bis nach dem 2. Weltkrieg führt dann jeweils ein Pächter den Dürrhof. 1945 wird der Dürrhof im Zuge der Bodenreform enteignet und der Badischen Landsiedlung unterstellt. Da aufgrund des 2. Weltkriegs die Familie Ferdinand Reichsgraf von Magnis und Ehefrau Maria Anna, geb. Prinzessin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg ihre große Besitzungen im Osten aufgeben und flüchten müssen, werden sie vom Gutspächter des Dürrhofs, Sebastian Huber und dessen Ehefrau Irma, geb. Damm aufgenommen. Nachdem Ferdinand Graf von Magnis aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, wird neben der Dürrhofkapelle ein größeres Wohnhaus (genannt Waldhaus) errichtet. Fürst Alois zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg schenkt seiner Tochter Maria Anna die dortigen Waldungen, auch den Laukenhof inbegriffen, die Kapelle und das bei der Kapelle liegende Gelände, auf dem das Waldhaus errichtet wird. Neben der Kapelle legt die Familie von Magnis später eine private Begräbnisstätte an. Nach dem Tod des Grafen Ferdinand von Magnis 1996 geht das Erbe an dessen Sohn Antonius Reichsgraf von Magnis über. Auch der Laukenhof ist weiterhin Eigentum der Familie. 1957 wird der (eigentliche) Dürrhof dann von der Badischen Landsiedlung GmbH verkauft: Der Dürrhof mit einer Fläche von etwa 100 ha wird an den Gutspächter Sebastian Huberund dessen Ehefrau Irma, geb. Damm veräußert. (Seitdem ist der Dürrhof im Privatbesitz der Familie Huber und dann der Familie Leonhard und Gertrud Steuer, geb. Huber.) - Quellen: Infotafel am Hoftor des Dürrhofs Homepage der Stadt Freudenberg/Main

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