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Der 'Achtherrn'-Gedenkstein (1983) am Burhardsweg

Der 'Achtherrn'-Gedenkstein (1983) am Burhardsweg

Aufgenommen am 19. Mai 2013 · Standort 49.77121, 9.54741

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Der Achtherrn-Gedenkstein (1983) am Burhardsweg (Mainschleife; Kreuzwertheim): Die Inschrift auf dem großen Findling lautet: ACHTHERRN / 1983 / BURKHARDSWEG . Die Sage von den Acht Herrn: Was ist für ein Klagen im Dorfe? Was deutet des Glöckleins Klang?– Es wüthet der Tod, ach, der schwarze, Durch alle Häuser entlang. Und immer grimmiger hauset Des schwarzen Todes Kraft; Fast Alle liegen im Grabe, Er hat sie weggerafft. Die Häuser stehen entleeret, Sind ihre Bewohner ja todt. Acht Nachtbarn nur begrüßen Einst noch das Morgenroth. Sie theilen die Güter der Andern, Und werden Achtherren genannt; Sie waren reich geworden An Häusern und an Land. Bald raffte der Tod auch diese Hinweg ins öde Grab; Sie mußten von sich legen Des Lebens Wanderstab. Und als der letzte der Achter Sein Ende nahe sah: Da standen sieben Söhne Vor seinem Bette da. Er theilte die reiche Habe Den Söhnen aus und spricht: "Vergesset, liebe Kinder, Der bösen Zeiten nicht. Doch freut euch des Wechsels der Zeiten, Wenn jährlich der Mai sich erneut; Hinaus zum Walde ziehet, Und singt ein Lied erfreut. Des Waldes schönste Eiche Laßt fallen unter'm Beil, Mit Weibern und mit Kindern Tanzt um ihn eine Weil. Das Geld, das ihr draus löset, Vertrinkt dabei voll Lust, An diesem Tag soll freuen Sich hier jedwede Brust." Der Alte schloß die Augen, Sein Wille ward erfüllt; Am ersten Tag des Maien Ward jedes Leid verhüllt. Da ward getanzt, gejubelt, Da ward so froh gezecht; Der Siebner Tanz vererbte Sich auf das junge Geschlecht. Noch heute, wenn der Maimond Erscheint im Blütenkranz, Wird in dem Land gefeiert Der lust'ge Siebnertanz. -- Der Stein soll wohl an diese legendären acht Herren als die mystischen Wiedergründungsväter Kreuzwertheims erinnern. Allein in dieser Hinsicht wäre sein Standort vermutlich eher relativ willkürlich gewählt. Zugleich scheinen sich an diesem Ort aber auch jährlich die Mitglieder der Kreuzwertheimer Achtherrnholzgenossenschaft zur gemeinsamen Waldbegehung zu treffen: Diese Gesellschaft existiert seit 1424 und bewirtschaftet heute gemeinsam 42 Hektar Waldfläche und wählt einen eigenen "Bürgermeister". Vermutlich entstand die Gesellschaft einstmals deshalb, weil die Wertheimer Grafen um 1420 beschlossen hatten, die damaligeSiedlung Wettenburg (Weiler, nicht die gleichnamige, vorherige Burg), die irgendwo hier auf der Mainschleife lag, aufzugeben und die Bewohner und die Bewohner in den umliegenden Gemeinden anzusiedeln. Zur Verwaltung der acht Güter der Wüstung Wettenburg von den Nachbarorten aus gründeten denn die Besitzer -8 Herren?- die Wettenburger Gesellschaft, die mit der heutigen Achtherrnholzgenossenschaft identisch sein dürfte. verwendete Quellen: Schöppner, Alexander. Sagenbuch der bayerischen Lande. Band 1-3 (München: Rieger, 1852-1853), dort: Nr. 287. Der Siebener Tanz zu Kreuzwertheim Neubauer, Dieter. Die Wettenburg in der Mainschleife bei Urphar. (...) (Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde an der Universität Würzburg; Würzburg, 2000) fnweb.de: Eine Tradition schon seit dem Jahre 1424 sagen.at: Der Siebenertanz zu Kreuzwertheim

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