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Das Steinkreuznest bei Reicholzheim mit Bildstock von 1722

Das Steinkreuznest bei Reicholzheim mit Bildstock von 1722

Aufgenommen am 22. September 2011 · Standort 49.72372, 9.54038

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Das Steinkreuznest bei Reicholzheim: Das Steinkreuznest in Reicholzheim ist die größte bekannte Steinkreuznestansammlung Deutschlands mit 14 Steinkreuzen, die aus Sandstein sind, in einer roten Sandsteinstützmauer eingebettet sind und auf dem alten Höhenweg zwischen Reicholzheim und Bronnbach stehen. Acht von den Steinkreuzen sind mit verschiedenen Zeichen versehen, es treten folgende Zeichen auf: Schwerter, Dolchmesser, Hammer, Lillie und ein Krug oder ein Hafen. Neben den Steinkreuzen befindet sich ein Bildstock aus dem Jahre 1722. Um das Steinkreuznest rankt sich folgende Sage: Es sollen neun bis zwölf junge Höhefelder Burschen mit einem schönen Mädchen von der Kirchweihe in Waldenhausen heimgegangen sein. Bei Reicholzheim gerieten sie wegen des schönen Mädchens in Streit. Während dieses Streits sollen alle Burschen bis auf einen und auch das Mädchen getötet worden sein. Der eine Bursche, der überlebte, soll bis zur Gamburger Steige gelaufen sein, wo er sich dann selbst umbrachte. Unterhalb von dem Steinkreuzenest steht noch ein weiteres Steinkreuz, bis zu dem das Blut des Streits geflossen sein soll. Bis heute soll es bei den Kreuzen nachts spuken, so die Sage Die Kreuze oberhalb von Reicholzheim. Historisch sind die Steinkreuze aus verschiedenen Orten zusammengetragen worden und wurden dann dort aufgestellt. In einer Dorfordnung von 1494 sind die Steinkreuze erstmals erwähnt, sodass anzunehmen ist, dass zu diesem Zeitpunkt schon eine erste Ansammlung von Kreuzen dort zu finden war. Im Allgemeinen ist das Alter der Steinkreuze zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert zu datieren, ein historischer Hintergrund, warum diese Steinkreuze dort angesiedelt wurden, ist bisher nicht bekannt; allerdings heißt ein angrenzender Flurname "Streitacker", somit könnten langandauernde Besitzstreitigkeiten, möglicherweise mit Blutrache verbunden, hier den realen Hintergrund bilden. Quelle: wikipedia.org hier lesbar online

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