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Das Mönchenbild (1752)

Das Mönchenbild (1752)

Aufgenommen am 18. Mai 2012 · Standort 49.74939, 9.33268

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Das Mönchenbild (1752) - errichtet als Dank für das glimpfliche Ende eines Unglücks im Jahr 1730 Das Mönchenbild (1752): Die Inschrift auf dem Sockel: IOIM MVb 1730 DA ICH AUF DESEM BERG IM UNGLÜCH WAR RUF ICH DAS GNA TENBILD ZU DETELBACH AN DURCH IHR BIT BEI IREM SON WERT ICH ERHÖRT UND KOM DAR VON HAT DIS BILT LASEN AUFRICHTEN LASEN BM UNT GD SEINE HAUS FRAU 1752 Der Standort: Das Mönchednbild stand ursprünglich ca 200m weiter links waldeinwärts am alten, heute nicht mehr benutzten Lindtalweg. Es war stark verwittert und Von Gebüsch verdeckt. 1982 wurde es renoviert. Das eigentliche Bild wurde dabei nach Vorlage des alten Bildes komplett neu geschaffen, Säule und Sockel sind Original. Nach der Renovierung wurde das Bild an seinen neuen Standort hier am Spartakusweg versetzt. Hier im Niddel (Lindtal, incl. dem südwestlich gelegenen Hang zum Maintal hin) waren früher viele Weinberge. Da das Mönchenbild der einzige Freudenberger Träubelesbildstock(Bildstock mit Weinranken an der Säule) ist und zudem an einem alten Freudenberger Weinbaugebiet steht, war der Stifter vermutlich Weinbauer (Häcker) und das benannte Unglück spielte sich in seinem Weinberg ab. Der Stifter: Der Stifter nennt auf der Sockel-Inschrift nur seine Initialen B.M. und die (zwei Vornamen oder Vor- & Mädchenname?) seiner Frau G.D.. Da der Bildstock in Freudenberg seit jeher Mönchenbild heißt, wird der Nachname des Stifters also wohl Münch oder Mönch gelautet haben. Beide Namen kommen in Freudenberg vor, auf dem Freudenberger Friedhof ist sogar noch teilweise der Grabstein eines Hanns Münch aus dem Jahre 1609 erhalten. Auch der Berg/ Waldbereich, welcher weit hinten im Lindental dieses nach rechts weg begrenzt heißt noch heute Münch. Das Bild: Das Bild stellt -wie ja auch in der Inschrift thematisiert- das Gnadenbild von Dettelbach (bei Würzburg) dar. Wallfahrten nach Dettelbach sind seit 1504 bekannt und wurden in Franken auf Initiative von Fürfstbischof Julius Echter (Amtszeit von 1573 bis 1617) sehr populär. Die Sage: Einst hielt sich ein Mann in seinen Weinbergen im Niddel auf, als ein schweres Unwetter über ihn hereinbrach. Große Hagelkörner zerschlugen all seine Rebstöcke bis auf einen einzigen, über welchen er seine Jacke gehängt hatte. In seinem Zorn zerschlug er auch noch diesen letzten Rebstock. Als es aber Herbst wurde, trugen erstaunlicherweise all seine Rebstöcke üppig Weintrauben, bloß der von ihm eigenhändig zerstörte Weinstock blieb kahl. Nach der also erfreulichen Weinlese fuhr der Mann mit seinem schwer beladenen Wagen wieder runter nach Freudenberg. Doch plötzlich zerbarsten all seine Zuber und Fässer und auch seine Wagenräder, so dass der gesamte Wagen auch noch zu versinken drohte. Der Mann flehte in seiner Not die Mutter Gottes um Hilfe an. Das Unglück nahm daraufhin tatsächlich ein glimpfliches Ende und der Mann errichtete zum Dank daraufhin den Bildstock. (Laut Inschrift wurde der Bildstock erst 22 Jahre nach dem erfolgten Unglück errichtet.) verwendete Literatur: Lauf, Helmuth. Bildstöcke, Hausmadonnen und Hausheilige in Freudenberg. FN-Druck (Tauberbischofsheim, 1982)

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