Blick von der Pieta über die Straße zum Kruzifix
Aufgenommen am 5. Mai 2013 · Standort 49.70050, 9.65391
Zum Bild
Kruzifix (20. Jhd.) am Böttigheimer Ortsausgang Richtung Werbach :
Das Kruzifix weist heute keinerlei Inschrift mehr auf. Vermutlich ging diese im Rahmen einer "Renovierung" verloren, zumindest sieht die Sockelvorderseite so aus, als hätte sie einmal eine Inschrift getragen.
In der Liste der Baudenkmäler in Neubrunn wird das Kreuz aufs 19. Jahrhundert datiert. Ich würde es aber deutlich eher im 20. Jahrhundert ansiedeln. Evtl. stammt ja zumindest die Christusfigur bereits von einem älteren Vorgängerkreuz.
Pieta (1728) an den Dürren Wiesen (Böttigheimer Ortsausgang Richtung Werbach):
Auf einem vierkantigen, nach oben hin leicht schmaler werdenden Stamm sitzt ein zweigliedriges Oberteil:
Das untere Drittel des Oberteils trägt die Inschrift. Es beginnt unten ähnlich breit wie der Stamm, schwingt sich dann aber schnell mit beidseitiger Schneckenornamentik zu ungefähr doppelter Breite auf. Nach oben hin wird dieser Abschnitt mit einer Zwischenleiste abgeschlossen, über welcher dann der eigentliche Bildteil folgt:
In diesem ist -beidseitig von vierkantigen Säulen umrahmt- eine Pieta im Relief zu sehen. Die beiden kleinen Säulen tragen den oberen Hintergrund, nämlich einen muschelartigen Halbkreis, der den Abschluss des Bildstocks nach oben hin bildet.
Die Inschrift lautet:
Gott u. seine werte Muter Mari(e)
zu Ehren haben dieses Vesper Bilt
machen lasen d. Ehrsame beede(,)
Jungver zu Bettickheim(.) Stephan
??(ach) (p). Christina seine
ehelig hausfrau anno
1728
.
Der genauere Sinn der Inschrift erschließt sich mir leider nicht wirklich, evtl. wurde die Inschrift einmal fehlerhaft erneuert, so dass sie heute widersprüchlich erscheint: Haben den Bildstock die ehrsamen, beiden (?) Jungfern (?) zu Böttigheim (also womöglich zwei unverheiratete Schwestern?) oder das nachfolgend genannte Ehepaar Stephan ??ach (Bach?) und Christina errichten lassen?
Zumindest zu Beginn der drittletzten Zeile wurde die Inschrift bei einer Restaurierung nur noch unvollständig erneuert: Die Oberfläche sieht hier so aus, als wäre ein größeres Bruchstück wieder mit Spachtelmasse ergänzt worden, wobei aber zumindst der erste (oder die beiden ersten) Buchstabe der drittletzten Zeile nicht mehr rekonstruiert werden konnte. Bei dem dadurch verstümmelten Wort handelt es sich um den Nachnamen des vermeintlich Stifterehepaars. Heute ist so nur noch ach oder nch zu lesen, evtl. lautete der Nachname also Bach.
siehe auch:
Liste der Baudenkmäler in Neubrunn
Schlagwörter
- Deutschland
- Tauberfranken
- Bayern
- # A- Frühling
- # Wegkreuz
- # 1700 - 1799
- # 1900 - 1999
- Neuberg
- Böttigheim
- #Str. - K 2819
- Hirschberg
- Limbachtal
- #Str. - Wü 11
- Dreißig
- Limbachgraben
- 1728
- Weissenberg
- Dürre Wiesen
- Fußenäcker
- #Str. - Am Eiskeller
- * ?ach - Stephan ?ach ; Christina
Im Bildarchiv lässt sich dieses Foto in voller Größe ansehen, auf der Karte verorten und mit der Umgebung vergleichen.
Ähnliche Aufnahmen
-
Pieta (1728) an den Dürren Wiesen
5. Mai 2013
-
Pieta (1728) an den Dürren Wiesen
5. Mai 2013
-
Pieta (1728) an den Dürren Wiesen
5. Mai 2013
-
Blick von der Pieta (1728) an den Dürren Wiesen nach Böttigheim
5. Mai 2013
-
Hohenberg (li.) - Fußenäcker (re.)
5. Mai 2013
-
Weg über den Limbachsgraben
5. Mai 2013
-
Blick über Böttigheim zu Wurmberg und Hohenberg
5. Mai 2013
-
Kruzifix (20. Jhd.) am Böttigheimer Ortsausgang Richtung Werbach
5. Mai 2013