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Blick von der alten Straße runter Richtung Amorbach

Blick von der alten Straße runter Richtung Amorbach

Aufgenommen am 1. August 2014 · Standort 49.61992, 9.26361

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Die Gotthardsruine (Amorbach) Unmittelbar nördlich von Amorbach auf dem Gotthardsberg (ehem.: Frankenberg), einer etwa einhundert Höhenmeter frei emporsteigenden Bergkuppe mit Siebentälerblick, liegt die Klosterkirchenruine St. Gotthard. Bereits im 8. Jhd. soll hier der fränkische Gaugraf Ruthard eine Burg hingestellt haben, die dann 1138 eine dem Heiligen Godehard von Hildesheim geweihte Kapelle erhielt. Kaiser Barbarossa (Friedrich I.) beschloss kurz darauf (1168) auf dem Würzburger Reichstag, die alle Ordnung gefährdende Burg Castrum Frankenberg zu schleifen und niemals wieder aufzubauen, vermutlich weil die strategisch äußerst günstig gelegene Burg damals von Raubrittern bewohnt war. Nachdem die Burg also zerstört wurde, gründete man auf dem Gotthardsberg ein Benediktinerinnenkloster. Die beiden romanischen Arkadenreihen und die verzierten Kämpferfriese in der heutigen Ruine stammen noch von diesem alten Kloster. Schon 1439 wurde das Kloster aber wieder aufgelöst und dann im Bauernkrieg (1525) vom Bauernheer niedergebrannt. Mitten im Dreißigjährigen Krieg baute man die Kirche wieder auf (1628-1631). Von diesem Neubau stammen noch die nachgotischen Außenwände und der eingezogene, gotisierende Rechteckchor mit Maßwerkfenstern und ebenso das Renaissanceportal, welches dann auch die Jahreszahl 1629 trägt. Ab 1698 war sie durch Blitzschlag aber schwer berschädigt und knapp 20 Jahre später (1714) schlug dann erneut ein Blitz ein, durch den die Ruine schließlich völlig ausbrannte. Erst 1956 wurde die Ruine mit einem neuen Dach versehen, um den weiteren Verfall zu verhindern. . siehe auch: (A) amorbach.de (B) Bayernatlas, Themenkarte Denkmal-Daten

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