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Blick übers Merxtal zur Burgruine Schweinberg (Schweinburg, ca. 1100-1630)

Blick übers Merxtal zur Burgruine Schweinberg (Schweinburg, ca. 1100-1630)

Aufgenommen am 29. April 2012 · Standort 49.62762, 9.50767

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Blick übers Merxtal zur Burgruine Schweinberg (Schweinburg, ca. 1100-1630) Burgruine Schweinberg (Schweinburg): Die Schweinburg diente zur Kontrolle einer im Mittelalter wichtigen Straße, die von Würzburg über Tauberbischofsheim vorbei an der Schweinburg an den Untermain zog. Das edelfreie Geschlecht de Swenenburg wird urkundlich erstmalig im Jahr 1098 erwähnt. Ungefähr um diese Zeit herum muss die Schweinburg auch gebaut worden sein. 1127 wird dann ein Wolfram de Sueneburc und 1157 die Suinenburch erwähnt. Der letzte des edelfreien Schweinberger Geschlechts war Kraft II., der 1167 im Gefolge des Stauferkaisers Friedrich Barbarossa an dessen Italienfeldzug teilnahm. Er starb ein Jahr später nach der Rückkehr - vermutlich an Malaria. Die Burg, die damals wohl gerade ausgebaut wurde, fiel daraufhin an Krafts Schwager,Konrad von Boxberg. Der überließ Schweinberg den Johannitern zu Wölchingen. Andere Teile des Schweinberger Besitzes gingen an die Edelfreien von Dürn und die Grafen von Wertheim. 1287 dann tauschte der Würzburger Bischof Berthold II. von Sternberg mit den Johannitern seine Burg Boxberg gegen die Burg Schweinberg. Konrad Rupert von Boxbergerhielt daraufhin vom Bischof Burg und Herrschaft Schweinberg aufgetragen. 1299 übertrug Konrad Rupert von Boxberg die Burg samt zugehörigen Besitztümern jedoch weiter an die mit ihm verschwägerten Grafen von Wertheim, die wenig später auch das Amt des Erbkämmerers an sich brachten. Zum neuen Amt Schweinberg gehörten bald neben Burg und Dorf Schweinberg noch einige weitere Dörfer und Weiler. Aber die Würzburger Fürstbischöfe betrachteten Schweinberg weiterhin als würzburgisches Lehen. Im Zuge von Erbstreitigkeiten mit Michael I. von Wertheim kam es dann 1437 zur Eroberung und Brandschatzung der Burg durch das Hochstift Würzburg. Die Burg wurde aber 1473 wieder aufgebaut und blieb Amtssitz eines Wertheimer Ministerialen. Nach dem Aussterben der Grafen von Wertheim gelang es Bischof Julius Echter nach längerer Fehde (vor Gericht und mit waffengewalt) mit den Wertheimer Erben schließlich 1612, das Lehen Schweinberg wieder in den Besitz des Hochstifts Würzburg zu bringen - rechtlich war dies allerdings bis Ende des alten Reichs 1803 keineswegs entschieden. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Burg dann arg beschädigt und nicht wieder Instand gesetzt, so dass sie bald darauf als baufällig bezeichnet wurde und dann den Schweinberger Einwohnern bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts als Steinbruch diente. Unter anderem der ca. 15m hohe Stumpf des Bergfrieds und der Unterbau eines Artillerie-Rondells (vom Ausbau im späten 15. Jhd.) stehen heute aber zumindest noch. Im Badischen Landesmuseum findet sich außerdem noch ein aufwändig ornamentiertes rundbogiges Doppelfenster, welches wohl noch vom völlig verschwundenen Palas der Gründungsanlage stammt. (Es wurde 1894 vermauert am Schweinestall des inzwischen auf dem Gelände der früheren Vorburg gelegenen Bauernhofs aufgefunden.) Weitere romanische Architekturteile befinden sich noch im Grafschaftsmuseum in Wertheim und imErfatal-Museum in Hardheim. - (Quelle: Wikipedia.org)

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