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Bildstockrest aus dem sehr späten 16. Jhd.

Bildstockrest aus dem sehr späten 16. Jhd.

Aufgenommen am 12. Oktober 2013 · Standort 49.59032, 9.63387

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d01954 Kleindenkmal Nr. 01 (Dittwar): Der Rest von Michael Links Bildstock (Ende 16. Jhd.) in Dittwar Vom Bildstock aus rotem Buntsandstein ist noch Bildteil und oberes Stammende vorhanden. Stamm und Oberteil scheinen aus einem Stück gefertigt. Dieser Bildstockrest findet sich heute in die Außenwand eines Hauses eingemauert in der Gissigheimer Straße in Dittwar bei der Abzweigung des Schulwegs auf den Geißberg. Es könnte sich durchaus ungefähr um seinen Originalstandort handeln. Weder Cucuel & Eckert noch Kolb erwähnen den Bildstock, so dass ich davon ausgehe, dass er frühstens Anfang der 1950er Jahre hier (wieder)errichtet wurde. In seiner Form ist der Bildstock typisch fürs späte 16. Jahrhundert: Der breite, vermutlich vierkantige und vorne an den Kanten leicht abgefaste Stamm verbreitert sich an seinem oberen Ende um wenige Zentimeter, um dann nahtlos in das Oberteil überzugehen. Das Oberteil präsentiert in einer sehr flachen, ca nur 2cm tiefen Nische das für die Zeit typische Halbrelief: Jesus am Kreuz, hier ohne Assistenzfiguren und in seiner Gesamtform eher grobschlächtig gefertigt. Am oberen Ende des Kreuzreliefs ist auf dem Kreuzstamm INR eingekerbt. Die Bildnische wird nach oben hin vom üblichen Satteldach abgeschlossen, dessen Seitenflächen bei diesem Bildstock leicht konkav eingeschwungen sind. Im Giebel des Satteldachs findet sich vorne das noch ziemlich gut zu erkennende Steinmetzzeichen. Auf dem Stamm beginnt ganz oben die Stifterinschrift: 159X MICHEL LINCH . Die letzte Ziffer der Jahreszahl sieht wie ein X aus, dessen beide oberen Enden jedoch noch mit einem Querbalken verbunden sind. Es könnte sich um eine unsauber eingehauene 7 handeln. Beim Nachnamen LINCH ist das N spiegelverkehrt, was auf vielen Bildstöcken aus jenem Zeitraum so zu finden ist. Der Stifter würde heute sicherlich Michael Link heißen, da dieser Nachname in Dittwar sehr geläufig ist. Nach dem Nachnamen könnten noch weitere Inschriftenzeilen gefolgt haben, die jedoch nur noch zu erahnen sind oder womöglich sogar bloss Überrreste von Einkerbungen späterer Jahrhunderte darstellen.

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