Bildstock 'Marienkrönung' (1790) an der Tauber bei Impfingen
Aufgenommen am 1. Januar 2012 · Standort 49.64171, 9.65966
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Bildstock 'Marienkrönung' (1790) an der Tauber bei Impfingen
Die Inschrift auf dem Bildstock:
Die Inschrift ist leider so gut wie gar nicht mehr zu lesen. Die beiden letzten der insgesamt 10 Zeilen könnten auf den Stifter Benedikt Buntsuck (?) von Impfingen, 1790 verweisen:
BENEBIDICK BUNTSUCK (könnte auch BENEPIDICK BUMITSUCK heißen) (???)
VON IMPFIENGEN 1790
Die Jahreszahl 1790 könnte evtl. auch 1799 sein.
Die Sage vom Soldat und dem Bildstock:
Als die Schweden im 30jährigen Krieg das Taubertal besetzt hatten, kam irgendwann einmal zwischen 1628-1630 ein Trupp Schweden an einem Bildstock im Impfinger Grund vorbei. Einer der Soldaten war übermütig und schlug mit seinem Schwert auf den Marienbildstock ein, um die Schärfe seiner Waffe zu prüfen. Es splitterte ein Stückcken des Steins vom Bildstock ab, sein Säbel prallte aber vom Bildstock ab und traf den Soldaten mit aller Wucht an der Halsschlagader, so dass der Soldat binnen weniger Sekunden verblutet war. Der Tote soll am Bildstock beerdigt worden sein.
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In Hans Werner Siegels Buch "Zwischen Tag und Dunkel - Sagen und Geschichten aus dem Taubergrund" (Verein Tauberfränkische Heimatfreunde e.V., Tauberbischofsheim, 1982) ist diese Sage Der Soldat und der Bildstock zu finden, welche sich womöglich auf diesen Bildstock bezieht. Dafür spricht zum einen, dass am Sockel dieses Bildstocks ein Stückchen Buntsandstein abgesplittert ist, was sich mit der Sage erklären ließe. Zum anderen spricht dafür auch, dass dieser Bildstock der einzige -zumindest heute noch verbliebene- Bildstock im Impfinger Grund ist.
Dass der Bildstock gemäß Inschrift auf seinem Sockel indes erst von 1790 (bzw. evtl. 1799) ist, die Sage allerdings im Dreißigjährigen Krieg, genauer zwischen 1628 und 1630 spielen soll, läßt die Vermutung, dass es sich hier um den "sagenumwobenen Bildstock" handeln soll, zunächst wenig plausibel erscheinen. Andererseits ist die konsequente Missachtung inhaltlich widersprechender Fakten bei der späteren Sagenbildung und -überlieferung nichts Ungewöhnliches, vgl. z.B. die Sage um die Dittwarer Schwedenkreuze oder die Sage um den Bau der Liebfrauenbrunnkapelle.
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- 1790
- * Buntsuck - Benedikt Buntsuck
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