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Bei Michael Breunigs Bildstock an der Abzweigung des Höhwegs von der Straße nach Heppdiel

Bei Michael Breunigs Bildstock an der Abzweigung des Höhwegs von der Straße nach Heppdiel

Aufgenommen am 28. Februar 2014 · Standort 49.66961, 9.32182

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Michael Breunigs Bildstock an der Abzweigung des Höhwegs von der Straße nach Heppdiel (Schippach) Der Bildstock ist monolithisch gefertigt. Der Vierkantpfeiler geht in einen nur gering breiteren Satteldach-Nischenaufsatz mit seitlichen Kreuzreliefs über. Bekrönt war das Satteldach ursprünglich von einem Steinkreuz, von dem heute jedoch nur noch ein Stumpf vorhanden ist. In der flachen Nische befindet sich heute ein nur wenige Jahre altes, bunte und aus Ton gefertigtes Kreuzigungsrelief. Im Original hat sich hier womöglich ein Relief der Heiligen Dreifaltigkeit befunden, was zumindest zur Inschrift (s.u.) passen würde. Allerdings ist mir das Motiv der Heiligen Dreifaltigkeit in der gesamten Region bei keinem einzigen Nischenbildstock bekannt, sondern eigentlich nur von jüngeren Bildstöcken ab Mitte des 18. Jahrhunderts. Obiger Bildstock stammt aber keinesfalls aus dem jener Zeit, sondern müsste seines Stils nach zu schließen im frühen bis mittleren 17. Jahrhundert gestiftet worden sein, was ein Vergleich mit anderen, ähnlichen Bildstöcken der Gegend nahe legt: Bsp.1 und Bsp.2 und Bsp.3 und Bsp.4 und Bsp.5 und Bsp.6 und Bsp.7 und Bsp.8 und Bsp.9 und Bsp.10 und Bsp.11 und Bsp.12. In der Liste der Baudenkmäler in Miltenberg (s.u.) wird er auf den Anfang des 18. Jahrhunderts datiert. Neben seiner Ähnlichkeit mit anderen Bildstöcken (s.o.) spricht aus meiner Sicht aber auch die Inschrift selbst für ein etwas höheres Alter: Zwar ist die Inschrift nur schwer und teilweise zu entschlüsseln, ich glaube aber, u.a. auch die beiden letzten Ziffern der Jahreszahl als 85 oder 65 zu erkennen. Dann käme nur das 17. Jahrhundert (oder unwahrscheinlicher sogar das 16.) in Betracht. Evtl. lautet die vorletzte Ziffer aber auch 0, was dann für 1705 (oder unwahrscheinlicher 1605) spräche. Evtl. weiß ja jemand, in welchem Zeitraum Michael Breunig in Schippach Schultheiß war? Dann ließe sich der Bildstock sicherlich genau datieren. . Die Inschrift auf der Sockelvorderseite lautet, soweit noch zu entziffern (nicht mehr eindeutig erkennbare Ziffern sind in Klammern angegeben): . (ANNO) (166)5 (HA)T (MICH)AEL (BR)EUNIG (SC)HULT(I)HS (ZU) SCHIPPACH D(I)E(SEN) BIL(TT)ST (OCK) IM(?) (N)AMEN DER H (EILGE)N DRE (IFALTIGK)EIT ZU (EHRN) (LA)S(E)N AUF (RICHT)EN (A)MEN . Die Inschrift dürfte also ungefähr bedeuten: . Anno 1665 (bzw. 1685 oder 1705) hat Michael Breunig, Schultheiß zu Schippach, diesen Bildstock im Namen (in seinem Namen? Im Namen der Gemeinde?) , der Heiligen Dreifaltigkeit zu Ehren aufrichten lassen. Amen. . siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Miltenberg, dort D-6-76-139-264

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