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bei Böttigheim: Hutzelkreuz (NSG Rainberg/ NSG Wurmberg)

bei Böttigheim: Hutzelkreuz (NSG Rainberg/ NSG Wurmberg)

Aufgenommen am 23. August 2009 · Standort 49.71785, 9.65347

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Die Funktion des "Hutzelkreuzes" lässt sich nicht mehr eindeutig erkennen; wahrscheinlich handelt es sich um ein Kreuz, das - vermutlich vor 1532 - als Sühnezeichen für eine schwere Bluttat errichtet wurde. (Quelle) Das Hutzelkreuz - der Grund der Errichtung des Kreuzes: Nach Recherchen von Joachim Braun hätten sich einst am späteren Standort des Hutzelkreuzes zwei Brüder um eine Hutzel (getrocknete Zwetschge oder Birne) gestritten, wobei der eine Bruder den anderen im Zorn erschlagenhaben soll. In einer leicht variierten Version dieser mündlichen Überlieferung sollen die beiden Brüder aus Neubrunn gewesen und beim Sammeln von Hutzeln derart in Streit geraten sein, dass der eine den anderen an der Stelle des Hutzelkreuzes umbrachte. Das Kreuz soll vom überlebenden Bruder (also dem Mörder, womit es ein Sühnekreuz und damit aus dem 15. Jhd. oder früher sein könnte) bzw. von der Familie des ermordeten Bruders (womit es ein Gedenkkreuz wäre und vermutlich aus der Zeit nach 1532 (Hals- und Peinliche Gerichtsordnung durch kaiser Karl V.) stammen dürfte) errichtet worden sein. Gedenkkreuze wurden bereits im 16. Jhd. häufig mit einer Inschrift versehen. Da das Hutzelkreuz keine Inschrift (mehr?) trägt, könnte es ein Sühnekreuz und damit älter als 1532 sein. Quelle: Joachim Braun Das Hutzelkreuz und das Schwedenkreuz - zwei bedeutsame und doch von der amtlichen Denkmalpflege übersehene Kleindenkmale auf Böttigheimer Gemarkung in Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 61.2009 (2009)

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