Panoramio reincarnated

Auf einem Weg, der vom Mautersbrunnen (Viehweg) direkt zur Freudenburg bzw. zum Räuberschlösschen führt (Weg teilt sich später)

Auf einem Weg, der vom Mautersbrunnen (Viehweg) direkt zur Freudenburg bzw. zum Räuberschlösschen führt (Weg teilt sich später)

Aufgenommen am 2. Juni 2012 · Standort 49.74061, 9.33127

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Vergessener Hohlweg - Der alte Fußweg von der Burg direkt hoch zum Mautersbrunnen am Viehweg Der historische Fußweg von der Freudenburg direkt hoch zum Mautersbrunnen am Viehweg: Der alte Fußweg von der Burg hoch zum Mautersbrunnen ist großteils noch sehr gut erkenn- und begehbar. Ausgerechnet jedoch gerade der Anfang des Wegs an der Burg ist heute kaum mehr zu finden. Das hängt mit dem Bau/Ausbau des Burgwegs zusammen, welcher direkt hinter der Freudenburg vorbeiläuft. Unmittelbar hinter der Burg ist die steile Böschung dieses neuen Forstwegs ca. 5m hoch. Gegenüber der Stelle hier hinter der Burg, an welcher ein großer Baum zwischen Burgweg und Burg steht, muss der Beginn des alten Fußwegs hier hinter der Burg gewesen sein: Klettert man diese 5m Böschung hinauf, so findet man oben dann problemlos den alten Fußweg: Er hat hier -und auch noch deutlicher im weiteren Verlauf der Strecke- Hohlwegs-Charakter, was von einer ehemals intensiven Nutzung des Fußweges zeugt. Der alte Fußweg führt kurz nach seinem Beginn an der Freudenburg direkt unterhalb einer beeindruckenden und für diese Gegend seltenen Felsformation vorbei. Hier finden sich sogar auch noch einige mittelalterliche Treppenstufen des Fußwegs. Ich persönlich halte den Fußweg Burg-Mautersbrunnen für den schönsten Weg des gesamten Großen Waldes und sogar für einen der reizvollsten und spektakulärsten Wege der gesamten Region! Schade, dass sein Anfang an der Burg kaum mehr zu finden ist. Auch vom Mautersbrunnen her kommend werden nur sehr aufmerksame Wanderer den alten Weg bis zur Burg gehen können: Vom Mautersbrunnen bis ca. zur Hälfte der Strecke bis zur Burg ist der alte Fußweg mit einem noch heute genutzten Waldweg identisch, dann zweigt der alte Fußweg zur Burg von diesem Waldweg ab. Und auch diese Abzweigung wurde durch einen Ausbau des anderen Waldwegs (aufgeschüttete und mit Ästen bedeckte Böschung) nahezu unkenntlich gemacht. Wenige Meter nach der Abzweigung ist der Fußweg aber wieder gut erkenntlich und begehbar. Fotos von der gesamten Strecke des Fußweg Freudenburg-Mautersbrunnen gibt eshier. Der alte Fußweg ist also unbedingt empfehlenswert, allerdings mit ein paar Einschränkungen: ° Gute Kondition erforderlich: Der Fußweg überwindet von der Burg (252 m NN) bis kurz vorm Mautersbrunnen (355 m NN) zwar nur knapp über 100 Höhenmeter - das aber auf relativ kurzer Strecke (Luftlinie ca 800m). Der Weg ist atemberaubend schön, zeitweise aber also auch atemberaubend steil. ° Nur zu Fuß und mit gutem Schuhwerk: Es handelt sich um einen alten, schon sehr lange nicht mehr genutzten Weg. Entsprechend gibt es immer wieder kleine Passagen, die überwuchert oder ausbesserungswürdig sind. Auch sind im Streckenverlauf zahlreiche Bäume über den Pfad gestürzt. Der Weg ist daher keinesfalls geeignet für Mountainbikes, Kinderwägen, Rollis etc. ° Nur für Schwindelfreie: Die erste Hälfte des Weges (von der Burg kommend) führt direkt unter einer beeindruckend steilen und hohen Felsformation vorbei - und das teilweise als schmaler, ausgetretender Trampelpfad direkt im Steilhang! Soll heißen: Auch auf der Talseite des Weges geht es teilweise gefährlich steil bergab - Sicherungsseile oder Geländer sucht man aber freilich -zum Glück- vergeblich. ° Nicht bei Nässe: Bei feuchtem Waldboden oder gar Regen sollte man im steilen Abschnitt ab und zu leichte Probleme bekommen, nicht den Hang abzurutschen. Denn schließlich handelt es sich um einen aufgegebenen, lange nicht ausgebesserten und teils dick mit Laub bedeckten alten Weg. ° Nichts für Zecken-Phobiker: Da der Pfad teilweise überwuchert ist (Brennesseln etc) und auch umgestürzte Bäume überstiegen werden müssen, besteht natürlich -wie immer beim Verlassen der geschotterten oder asphaltierten Wege- akute Zeckenbissgefahr. Ich konnte nach der Durchwanderung des Pfades einige Exemplare an meinen Hosenbeinen und auf meinem Hund finden.

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