Absturzstelle eines kanadischen Phantom-Kampfjets auf dem Heistenberg
Aufgenommen am 17. Oktober 2011 · Standort 49.66110, 9.58218
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Absturzstelle eines kanadischen Phantom-Kampfjets auf dem Heistenberg
Fränkischen Nachrichten vom 15. Oktober 2005:
1. Oktober 1975: Ein "Schwarzer Freitag" Beim US-Herbstmanöver "Reforger" wurden an einem Tag fünf Soldaten getötet / Gedenken
Eiersheim. Vor 30 Jahren kam es am Freitag, 17. Oktober 1975, im Rahmen des großen US-Herbstmanövers "Reforger 75" zu einer Tragödie: Oberhalb des Külsheimer Stadtteils Eiersheim - im Gewann Heistenberg - stürzte ein Phantom-Kampfflugzeug der kanadischen Streitkräfte ab. Beide Piloten wurden dabei getötet. Zudem versanken drei US-Panzer bei Werbach in der Tauber, auch hier mussten zwei Tote geborgen werden. Darüber hinaus stürzte ein US-Panzer bei Bernsfelden in einen rund zehn Meter tiefen Steinbruch. Dabei wurde der Kommandant getötet. Bei Hardheim schließlich prallten drei Tanklastzüge zusammen, dabei liefen 10 000 Liter Kraftstoff aus. Als "Schwarzer Freitag" ging dieser 17. Oktober 1975 in die Geschichte der Region ein.
Für die fünf getöteten Soldaten, insbesondere für die getöteten kanadischen Flugzeugbesatzung, lässt der Heimatverein Eiersheim am morgigen Sonntag um 18.30 in der Pfarrkirche Eiersheim eine Heilige Messe lesen. Zum 20. Jahrestag 1995 ließ der Heimatverein Eiersheim an der Absturzstelle einen Gedenkstein "Gegen das Vergessen" errichten.
Das Phantom-Kampfflugzeug rammte vor 30 Jahren einen Überlandmast, die beiden Piloten versuchten noch mit dem Fallschirm aus der explodierenden Maschine auszusteigen. Das aber schafften sie nicht mehr. Der Düsenjäger raste mit hoher Geschwindigkeit weiter und bohrte sich mit dem Cockpit in den Erdboden. Um ein Haar wäre die 400-Seelen-Gemeinde Eiersheim ausgelöscht worden. Im Gewann Heistenberg, 300 Meter von der Absturzstelle entfernt, ernteten Landwirte Äpfel. Glücklicherweise blieben sie - Äpfel wie Landwirte - wie durch ein Wunder von umherfliegenden Trümmerteilen verschont. Die Bauern sahen allerdings ein riesiges Flammen-Inferno. Trümmer richteten sogar an vielen Dächern Schäden an. Erst Stunden später wurde versichert, dass das Flugzeug kein radioaktives Material enthielt. Die Absturzstelle wurde bald von Panzer-Besatzungen und sonstigen Armeeangehörigen hermetisch abgeriegelt.
Bei Werbach sind drei US-Panzer in der Tauber versunken, zwei Besatzungsmitglieder konnten nicht mehr gerettet werden. Das Wasser war tiefer als die Panzerkommandanten angenommen hatten. Sie mussten aber den Fluss durchqueren, weil für die Tauberbrücke die Einlage "gesprengt" gegeben worden war.
Bei Bernsfelden stürzte durch Unkenntnis, Dunkelheit und Nebel bedingt ein 52-Tonnen-Panzer rückwärts einen zehn Meter hohen Steinbruch hinunter und überschlug sich zur Hälfte. Der Panzerkommandant war sofort tot. Vor dem Steinbruch war nur ein schmaler Buschstreifen, der irrtümlich für einen Waldrand gehalten wurde.
Drei Tanklastzüge der amerikanischen Armee mit einem Fassungsvermögen von je 20 000 Litern sind in der Nacht zum 17. Oktober zusammengestoßen und haben zu einer Vollsperrung der Bundesstraße mehrerer Stunden geführt. Der Fahrer des ersten Tankzuges hatte angehalten, da er sich verfahren hatte. Der Nachfolger hatte das Bremsmanöver rechtzeitig bemerkt und ebenfalls abgebremst, aber das dritte Fahrzeug fuhr auf das zweite auf und schob es auf das erste. Dabei wurden die beiden vorderen Tankfahrzeuge leck und es vergossen sich rund 3500 Liter Benzin und 6500 Liter Dieselkraftstoff auf die Straße und den angrenzenden Acker. Der Schaden an den drei Fahrzeugen wurden damals auf rund 50 000 D-Mark geschätzt. Verletzt wurde. Für den 18. Oktober 1975 war damals als Abschluss zur Brandschutzwoche eine Großübung im Main-Tauber-Kreis geplant - diese wurde am "Schwarzen Freitag" bitterer und tödlicher Ernst. WoKru.
Fränkische Nachrichten
1. Oktober 2005
Quelle:
http://m136.de/reforger-75-certain-trek
und
http://www.fnweb.de/service/archiv/artikel/534439972.html
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