Wehenkel, Ernst Johann Wehenkel
vor 1773 – nach 1799
Apotheker
Der Beleg
1791 - 1799 · Gesundheitswesen der Stadt (Apotheker)
Ernst Johann Wehenkel, der die Apotheke von der Witwe des früheren Apothekers Sacraba für 2900 Gulden gekauft hatte30, und seine aus Kitzingen stammende Ehefrau Catharina, geb. Scheide!, führten die Apotheke ab 1791. Die Geschäfte liefen jedoch schlecht, so dass sich Schulden anhäuften. 1798 machte sich Wehenkel auf und davon. Von Regensburg aus schrieb er, Schulden hätten ihn zu diesem Schritt getrieben. Nach einiger Zeit kam er wieder zurück, musste jedoch von da an strenge Kontrollen und Auflagen durch den vom Oberamt beauftragten Stadt- und Amtsphysikus Carl Joseph Stromaier hinnehmen. Dieser verlangte von Wehenkel, die heruntergekommene Apotheke innerhalb von vier Wochen wieder mit den notwendigen Medikamenten auszustatten. Als sich die Verhältnisse nicht besserten, wurde dem Apotheker im Jahr 1799 das Recht entzogen, Rezepte zu verfertigen. Schwere handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen dem Apotheker und dem Amtsphysikus waren die Folge; auch die Apothekersfrau geriet zwischen die Fronten und wurde einmal von ihrem betrunkenen Mann mit einem großen gefüllten Gefäß beworfen.31 Am Ende stand wegen hoher Verschuldung der Konkurs.
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.