Büschemer Persönlichkeiten

Vogel, Hans Vogel

vor 1658 – nach 1683

Landschieder · Kaufmann (Weinhändler) · Metzger · Student · Spitalmeister · Hospitalmeister

Auch genannt: Vogel, Hans Georg Vogel, Vogel, Joh. Georg Vogel, Vogel, Johann Georg Vogel, Vogell, Joh. Georg Vogell, Vogell, Hanß Vogell, Vogell, Hannß Georg Vogell

Die Belege

1683 · Amtsträger: Landschieder

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1689 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann (Weinhändler)

Auf einem Torbogen in der oberen Hauptstraße (unterhalb der Sparkasse am Haus Findler) steht zu lesen: 16 HGV 89. Wahrscheinlich bezieht sich die Inschrift auf den Weinhändler Hans Georg Vogel, der 1685 a ls Stadtrat belegt ist. Seit 1672 war er mit Maria Margaretha Krebner verheiratet, der Tochter des Stadtrats Valentin Krebner. Diese starb im Jahr 1696, er selbst im Jahr 1705. Am Nordeingang der Martinskirche steht ihr gut erhaltener Grabstein.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1614 · Hausgeschichte (Hausbewohner)

Die wohl schönste Bauinschrift der Stadt, die prächtige Wappentafel mit der Jahreszahl 1595, befindet sich an dem Haus im Zwinger 2 (früher Burggasse), das der Dompropstfaktor Julius Zehender (1590-1604) erbaut hat: im unteren Teil der Name IVLIVS ZEHENDER, darüber das Zehender-Wappen, das auch die Wappentafel seines Vaters Philipp am Armenspital in der Klostergasse schmückt, ein Greif über drei Sternen, seitlich davon die Namen und die Wappen der MARGARETHA DENERIN, mit der Julius Zehender zuerst verheiratet war und die früh verstarb, und seiner zweiten Frau CATHARINA PFRVNDSCHIGIN; den Abschluss bildet ganz oben ein Sinnspruch: Alles bawen der Menschen Kind / Ist eytel und nimbt bald ein End. / Wo aber Gott hilftt bawen das Haus, / Da geht das End mit dem auch aus. Am 8. März 1595 wurde dem Julius Zehender eine aus der zweiten Ehe stammende Tochter Katharina getauft; sie heiratete am 20. Januar 1614 den Hans Vogel. Diese beiden und ihre Nachkommen haben vermutlich in dem Haus am Zwinger gewohnt.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1636 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Metzger

An einer Scheuer in der Bachgasse 18 befindet sich unter einem Fenster auf dem fast schwarzen Holz eine aus acht Zeilen bestehende Inschrift, ein alter Hausspruch aus dem Jahr 1636, der kaum bekannt ist und nur von wenigen beachtet wird. Wer ihn lesen will, muss schon die Leiter besteigen. Der Text lautet: HANS VOGEL UND KADARINA / VOGEL ANNO 1636 / WER WILL BAVN AN DIE / STRASSN, DER MVS JEDERMANN / REDEN LASEN. / ES IST KEINER AVF DER / WELT, DAS JEDERMANN / SEIN BAVEN GEFÄLLT. Nach der fünften Zeile sind in einem Wappenschild ein Ochse zu erkennen und auf jeder Seite je zwei gekreuzte Metzgerbeill. Hans Vogel war also Metzger. Er war ein Enkel des Metzgers Steffan Vogel, der im Türkensteuerregister von 1578 (Nr. 224) als drittreichster Einwohner aufgeführt ist. Hans Vogel starb 1637. Katharina heiratete am 15. Juni 1637 den Notar Petrus Faulhaber.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1686 · Immatrikulation an der Universität Würzburg

Joh. Georg Vogel, logicus, 3 batzen

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1674-1687 · Amtsträger: Spitalmeister

1660 an der Universität Würzburg immatrikuliert.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1660 · Immatrikulation an der Universität Würzburg

Joh. Georg Vogell, 4 batzen (Spitalmeister 1674-1687)

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1696 · Kleindenkmal: Inschrift/Nennung – Grabstein

Auf dem Kleindenkmal genannt: „Grabplatte 04 außen an der Martinskirche (1696): Maria Margaretha Vogel“ (Grabstein, Datierung laut Liste: 1696 (2.4.)); heute: Martinskirche; ursprünglich: Friedhof (Sebastianuskap.oder Peterskap.). Auf der Grabplatte der Maria Margaretha Vogel genannt; nach der Inschrift (zitiert in der Stadtchronik 1997) ließ er ihr das Epitaph errichten und starb selbst später († 9.9.1705).

Quelle: Büschemer Kleindenkmale (Erfassung des Website-Autors an den Objekten)

1608 · Gemarkungsgrenzbegehung: Grundbesitz an der Gemarkungsgrenze

Grenzte als Anstößer an die Gemarkungsgrenze (Grenzstein Nr. 20, Grenze mit Dittigheim). Wortlaut: „Am Rain, ein Stein gegen der Wießen herab mit einem Rath, abwendig einem D. und oben einem Creütz, Anwender Barthell Rößer von Kenigheim und Hanß Vogell.“. Besaß eine Wiese an der Gemarkungsgrenze (Grenzstein Nr. 21, Grenze mit Dittigheim). Wortlaut: „Recht herab uff Hanß Vogellß Wißen, ein Stein oben mit einem Neu gehauenen Creütz.“.

Quelle: Gemarkungsgrenzbegehung 1608 (Protokolle der Landschieder, Stadtarchiv Tauberbischofsheim; Transkription des Website-Autors)

1683 · Gemarkungsgrenzbegehung: Grundbesitz an der Gemarkungsgrenze

Besaß einen Acker an der Gemarkungsgrenze (Grenzstein Nr. 8, Grenze mit Dittigheim). Wortlaut: „an Hannß Georg Vogellß Hospithalmeisters Acker“.

Quelle: Gemarkungsgrenzbegehung 1683 (Protokolle der Landschieder, Stadtarchiv Tauberbischofsheim; Transkription des Website-Autors)

Weitere Personen namens Vogel

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