Büschemer Persönlichkeiten

Steinam, Gottfried Steinam

vor 1771 – nach 1789

Posthalter · Gastwirt · Kaufmann (Salzhändler) · Kaufmann · Postverwalter

Die Belege

1789 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Posthalter

… für das Jahr 1789 belegt, dass das Haus des Posthalters Gottfried Steinam (heute „Badischer Hof') an das Haus des Adam Josef Schäffner grenzte.41

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1789-1831 · Wirtsfolge des Gasthauses „Badischer Hof“

Posthalter. 1779 war er als Student der Logik an der Universität Würzburg immatrikuliert, 1789 wurde er wie sein Vater „Postmeister" genannt. Er bemühte sich unablässig um das Recht, die mit der Postkutsche ankommenden Reisenden mit Speis und Trank bewirten und ihnen Übernachtung anbieten zu dürfen. 1789 wollte er von der Besitzerin der nicht mehr betriebenen Wirtschaft „Zum Riesen" die „Schildgerechtigkeit" abkaufen, um sie auf seine Posthalterei übertragen zu lassen, doch der Oberamtmann lehnte ab. Allerdings hatte sich die Posthalterei unter dem rührigen Gottfried Steinam auch ohne amtliche Genehmigung fast schon zu einem Gasthaus entwickelt. Da die ankommenden Reisenden sich nicht gern von ihrem Gepäck trennten, zogen sie es vor, in der Posthalterei selbst bewirtet zu werden. Der Posthalter kam diesem Wunsch sehr gerne nach, und auch das Oberamt und die städtischen Behörden duldeten diese Praxis stillschweigend. Bei seinen Gesuchen um Bewilligung der „Realschildgerechtigkeit" bekam Gottfried Steinam wiederholt zu hören, er und sein Vater sollten zuerst einmal für die bisherige Verköstigung der Reisenden „Accis" (Getränkesteuer) nachzahlen. Der Gasthausname „Badischer Hof' dürfte schon 1811 entstanden sein, als die Posthalterei größtenteils in das südlich angrenzende neu errichtete Gebäude verlegt wurde und damit für die Nutzung der bisherigen Posthalterei als Gastwirtschaft noch bessere räumliche Bedingungen geschaffen waren. Der „Badische Hof' war weit über die Stadtgrenzen hinaus schon so bekannt, dass berühmte auswärtige Gäste dort einkehrten. So feierten im Jahr 1818 Herzog Edward von Kent und die Fürstin Maria Louise von Leiningen, die Eltern der Königin Victoria von England, dort ihre inoffizielle Verlobung.25 Als Großherzog Ludwig 1. Im Jahr 1823 Tauberbischofsheim besuchte, wählte das Oberamt für die Unterbringung des hohen Gastes den „Badischen Hof" aus und war jetzt auch bereit, das er neute Gesuch Gottfried Steinams um Verleihung der „Schildgerechtigkeit" zu befürworten. Am 10. April 1823 bewilligte das Direktorium des MainTauber-Kreises in Wertheim den Antrag, womit der „Badische Hof' endgültig die amtliche Betriebserlaubnis bekam. Gottfried Steinam starb 1831 im Alter von 68 Jahren.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1795 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann (Salzhändler)

In Bischofsheim erlangte der Handelsmann Gottfried Steinam 1795 die Salzfaktorei und musste dafür 1000 Gulden als Sicherheit hinterlegen / In Bischofsheim gelang es im Jahr 1808 dem schon in kurmainzischer Zeit als Salzfaktor tätigen Handelsmann Gottfried Steinam, auch Großherzoglich-Badischer Salzfaktor zu werden. Er musste wegen des erhaltenen Salzvorrats 2000 Gulden Kautionleisten, die er im Jahr 1811 erneuerte, 1818 aber an den Salzfaktor Henrich in Karlsruhe abtrat.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1819 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann

Bei den Wahlen vom Januar 1819 wurden in Tauberbischofsheim als Wahlmänner gewählt: Handelsmann Gottfried Steinam mit 190 Stimmen

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1819 · Amtsträger: Postverwalter

Bei den Wahlen vom Januar 1819 wurden in Tauberbischofsheim als Wahlmänner gewählt: Postverwalter Gottfried Steinam mit 199 Stimmen

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1824 · einer der zwölf höchstbesteuerten Bürger

Postverwalter Gottfried Steinam 26.390 Gulden

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

Weitere Personen namens Steinam

Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.