Schäffner, Johann Michael Schäffner
vor 1704 – nach 1722
Kaufmann (Weinhändler) · Kaufmann (Weinhändler); Ratsherr · Ratsherr; Kaufmann (Weinhändler)
Die Belege
1722 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann (Weinhändler)
Im Vorgarten des kleinen Hauses (Frauenstr. 35) vor dem Torbogen stehen mehrere mit Jahreszahlen und Inschriften versehene Steine, die offenbar von verschiedenen anderen Gebäuden der Stadt stammen und hier zusammengetragen sind. Einer dieser Steine zeigt oben das Kaufmannszeichen, von dem ein Stück weggebrochen ist, darunter die Initialen JMS und die Jahreszahl 1722. Die Initialen könnten sich auf den reichen Weinhändler Johann Michael Schäffner beziehen, der um diese Zeit zahlreiche Häuser erbaute, beispielsweise im Jahr 1730 das Gebäude der heutigen Sonnenplatz-Apotheke
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1725 · Amtsträger: Kaufmann (Weinhändler); Ratsherr; Syndicus
Dessen Sohn wurde der bedeutende Weinhändler der Stadt, Johann Michael Schäffner, zugleich Ratsherr und Syndikus der Franziskaner. Er kaufte am 30. Juni 1725 dem hiesigen Kloster das Haus des Gallus Weiß samt Scheuer und Gärtlein, damit der Klostergarten gegen die Stadtmauer hin vergrößert werden konnte .87 Für die Kirche und kirchlichen Einrichtungen leistete er zahlreiche Spenden. So ließ er 1734 die an der Südwestseite der Pfarrkirche stehende Ölberggruppe auf eigene Kosten renovieren und neu aufstellen„, welches zum wenigsten 100 Thaler solle gekostet haben“. 88 Für die Stadt war er einer der wichtigsten Steuerzahler. Er e rbaute drei Häuser mit Weinkeller.89 Eines dieser Häuser ist das heutige Liobaklösterchen. Dort ist am Keller im Garten das einer Vier ähnliche Kaufmannszeichen mit den Buchstaben IMS gut erhalten, nur am Türsturz ist es etwas verwittert. An der Seite sieht man noch die drei Steinschieber des Weinkellers. (…) (S 221 ff) / Das dritte von jenem Weinhändler Johann Michael Schäffner um 1730 erbaute Haus ist die Apotheke am Sonnenplatz. Die Buchstaben IMS am dortigen Türsturz (…).Der reiche Weinhändler und Bauherr, Johann Michael Schäffner verstarb am 10. Oktober 1759 im Alter von 71 Jahren.
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1730 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Kaufmann (Weinhändler)
In dem von Weinhändler Johann Michael Schäffner um 1730 erbauten Haus mit den barock umrahmten Buchstaben IMS am Türsturz40 war vor 1810 nie eine Apotheke, vielmehr war es im Besitz der Weinhändlerfamilie Schäffner. So ist beispielsweise für das Jahr 1789 belegt, dass das Haus des Posthalters Gottfried Steinam (heute „Badischer Hof') an das Haus des Adam Josef Schäffner grenzte.41
Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)
1723; 1734 · Amtsträger: Ratsherr; Kaufmann (Weinhändler)
„Joh. Mich. Schäffner deß Raths allhier“ bezeugte 1723 das „Wunder“ bei der Weihe der St. Lorenzkapelle; 1734 ließ er als „Rathsherr und Weinhändler allhier“ den Ölberg auf dem Kirchhof für mindestens 100 Taler neu aufrichten.
Quelle: J. Berberich, Geschichte der Stadt Tauberbischofsheim (1895), S. 238
Weitere Personen namens Schäffner
- Schäffner, Adam Josef Schäffner 1770
- Schäffner, Anton Schäffner 1775
- Schäffner, August Schäffner 1943
- Schäffner, Bernard Jos. Schäffner 1743
- Schäffner, Christoph Konrad Schäffner 1739
- Schäffner, Christoph Konrad Schäffner 1806
- Schäffner, David Schäffner 1806
- Schäffner, Joh. Georg Schäffner 1725
- Schäffner, Johann Adam Schäffner 1739
- Schäffner, Jörg Schäffner 1690
- Schäffner, Konrad Schäffner 1726
- Schäffner, Wilhelm Peter Schäffner 1780
Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.