Büschemer Persönlichkeiten

Manz, Andreas Manz

vor 1774 – nach 1792

Schuhmacher

Der Beleg

1792 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Schuhmacher

Auch der kurmainzische Oberamtmann hatte sich gelegentlich mit allerlei Auswüchsen von Aberglauben zu befassen. Am 2. April 1792 meldete der Stadt- und Amtsvogt Joseph Anton Harich dem Oberamt Folgendes: „ Vorgestern wurde mir die Anzeige gemacht, dass in der Behausung des Schuhmachers Manz eine Schatzgräberei vorgegangen sei, worauf ich sogleich mich in das Haus verfügt und den Keller besichtigt habe. Ich fand ein sehr tiefes.frisch gegrabenes Loch, welches aber zur Hälfte voll Grundwasser stand. Der Schuhmacher Andreas Manz machte kein Geheimnis daraus, dass seine Leute einen Schatz hätten graben wollen. Durch seltsame Erscheinungen sind diese Leute zu diesem Schritt verleitet worden, nämlich des Schuhmachers Manz Ehefrau, deren Tochter und des Kilian Schmitts Ehefrau. Da keine Teufelsbeschwörungen und andere üblichen Gebete dabei gebraucht wurden, so sind diese Leute gestraft genug durch ihre große Mühe, ihr fehlgeschlagenes Glück und durch die kommende Arbeit bei Einwerfung der Erde. Sie wurden jedoch für die Zukunft scharf verwarnt und zur Zahlung der Untersuchungskosten verurteilt."

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.