Büschemer Persönlichkeiten

Liebler, Caspar Liebler

vor 1665 – nach 1683

Franziskanerpater; Autor · Gastwirt · Bürger; Ratsherr (Hauptstraße)

Auch genannt: Liebler, P. Kaspar Liebler, Liebler, Kaspar Liebler

Die Belege

1683 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Franziskanerpater; Autor

Franziskanerpater, „der selber aus Tauberbischofsheim stammte“; gab 1683 in Fulda das Büchlein „Leben der heiligen Jungfraw Liobä“ heraus, weil Lioba „von Alters her eine Inwohnerin meiner Vaterstadt gewesen“; darin u. a. zwei Lioba-Hymnen und Nachrichten über die St. Leonhardikapelle und die alte Tauberbrücke (bei Berberich S. 182 irrtümlich „1613“).

Quelle: J. Berberich, Geschichte der Stadt Tauberbischofsheim (1895), S. 33

1626 · Bildstock (Inschrift/Stifterangabe)

Die Pieta, die sich heute auf dem Hammberg am Waldrand befindet, war früher in der alten Rektorskapelle gegenüber dem Kriegerdenkmal von 1866 untergebracht. Diese Kapelle soll ihren Namen deshalb bekommen haben, weil dort noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts der Schulrektor jeden Samstag mit seinen Schülern Marienlieder sang. 1968 musste sie einer im Zuge des Krankenhausneubaus notwendigen Straßenverbreiterung weichen; die große Plastik fand darauf ihren neuen Standort auf dem Hammberg. Die Pieta, die Schmerzensmutter mit dem Leichnam Christi auf dem Schoß, ist künstlerisch von hoher Qualität und wird von Kennern der tauberfränkischen Mariendarstellungen als „seitenverkehrte Dettelbacher Pieta " bezeichnet. Auf der linken vorderen der vier Säulen, die das Schutzdach tragen, steht folgende Inschrift: Anno Christi 1626 Jar uff Mariae Geburt Abent gar ist Jesu und Maria zu Ehren von Caspar Libler, Jacob Trefs Bürger wohnent beyd in dieser Statt Bischofsheim diß werck hirgsatzt. Der Familienname Trefs war in Bischofsheim schon seit 1551 vertreten. Caspar Liebler wohnte nach einer Eintragung im Landschiederbuch um 1650 im zweiten Haus „unterhalb gemeiner Stadt Wacht- und Fleischhaus" in der unteren Hauptstraße; dies war das sog. Melusinenhaus, das sein Vater Balthasar Liebler 1628 erbaut hatte

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig) | auch genannt: J. Berberich, Geschichte der Stadt Tauberbischofsheim (1895), S. 239

1629 · Wirtsfolge des Gasthauses „Zur Sonne“

Wirt „Zur Sonne"; seine Frau am 30. Oktober Taufpatin.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1642 · Hausgeschichte (Hausbesitzer)

Marktplatz 1 (Fratzenhaus an der oberen Marktplatzseite): Auf einem unmittelbar an das Rincker-Haus angrenzenden Balken sieht man die Jahreszahl 1642 und das Kaufmannszeichen mit den Initialen CL. Es dürfte sich um Caspar Liebler handeln, den damaligen Besitzer des Melusinenhauses in der Unterstadt. Vermutlich war er es, der im Jahr 1642 das Haus erbaut hat, welches etwa 80 Jahre später stark umgebaut oder unter Verwendung von Teilen des Vorgängergebäudes - z.B. des Balkens mit der Inschrift von 1642 - völlig neu errichtet worden ist.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1646-48 · Eintrag in der Bürgerliste 1200-1600

Quelle: Bürgerliste 1200-1600 (Stadtchronik 1955, S. 393 ff)

1626 · Kleindenkmal: Stifter – Feldkapelle, Figur/Statue (Pieta)

Als Stifter genannt: „Rektorskapelle“ (Feldkapelle); heute: Hammberg, westl. Waldrand, ca 100m nördl. vom Parkplatz; ursprünglich: Alte Straße, gegenüber vom Württemberg-Denkmal (Areal Bonifatiuskirche) – „Pieta in der Rektorskapelle“ (Figur/Statue (Pieta)); heute: Hammberg, westl. Waldrand, ca 100m nördl. vom Parkplatz; ursprünglich: Alte Straße, gegenüber vom Württemberg-Denkmal (Areal Bonifatiuskirche). Gemeinsam mit Jacob Trefs.

Quelle: Büschemer Kleindenkmale (Erfassung des Website-Autors an den Objekten)

Weitere Personen namens Liebler

Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.