Büschemer Persönlichkeiten

Kilian, Michael Josef Kilian

vor 1755 – nach 1773

Zinngießer

Die Belege

1773 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Zinngießer

E. Hintze hat die Initialen des Meisters von 1773 mit A.J.A. angegeben, bezeichnet diese Deutung aber selbst als unsicher. Mit ziemlicher Sicherheit heißen sie jedoch M.J.K. und weisen auf den bedeutenden Bischofsheimer Zinngießer Michael Josef Kilian. Zinngefäße und Zinngeschirr konnten sich meist nur reichere Familien leisten. Ärmere Leute verwendeten gewöhnlich Holzteller und Holzgefäße

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1773 · Berufs- und Gewerbegeschichte: Zinngießer

Am 6. Juni 1773 wurde von der Bischofsheimer Zunft Michael JosefKilian als Zinngießermeister angenommen. Er war der Sohn des Ferdinand Kilian von Mergentheim und heiratete am 14. Juni 1774 Sabina Eckert. Von ihm dürften wohl die Kannen mit dem Stempel von 1773 und 1783 stammen. Das Tauberbischofsheimer Landschaftsmuseum besitzt eine Zinnstitze, die den Bischofsheimer Stempel und den Meisterstempel des Michael Josef Kilian von 1773 als Beschauzeichen trägt. 1989 konnte eine weitere Zinnstitze gleicher Ausführung, aber nur mit dem Meisterzeichen von 1773, erworben werden. Michael Josef Kilian starb schon mit 38 Jahren am 5. Februar 1785; er wird im Totenbuch „stannuarius" (Zinngießer) genannt. Nach Hintzes Meinung war er der letzte Bischofsheimer Zinngießer. Dies trifft jedoch nicht zu.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

Weitere Personen namens Kilian

Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.