Büschemer Persönlichkeiten

Hergt, Carl Hergt

vor 1784 – nach 1802

Apotheker · Student

Auch genannt: Hergt, Carl Augustin Hergt

Die Belege

1802 · Gesundheitswesen der Stadt (Apotheker)

Nur ein knappes Jahr führte Jakob Bernhard Bauer die Apotheke, dann verkaufte er sie wieder an den Apotheker Carl Augustin Hergt. Der stattliche Preis von 7600 Gulden könnte Bauer zu seinem Verzicht bewogen haben. Carl Augustin Hergt, der aus Zaisenhausen im kurpfälzischen Amt Bretten stammte und somit wie sein Vorgänger „Ausländer" war, ließ sich von bürokratischen Auflagen nicht abschrecken, obwohl sich deren Abwicklung fast ein halbes Jahr hinzog. Er beschaffte Gutachten und Bescheinigungen über seine Ausbildung, Prüfung und Zulassung als kurpfälzischer Apotheker, ebenso einen vom Oberamt Bretten bestätigten Vermögensnachweis zusammen mit einem Führungszeugnis. 33 Nach Prüfung der Unterlagen befürwortete Stadtvogt Harich in einem Schreiben an das hiesige Oberamt die Zulassung Hergts als kurmainzischer Amtsapotheker in Bischofsheim; er betonte darin: „An seinem Vermögen von 10.675 Gulden ist nicht zu zweifeln, da er die Apotheke bar gekauft hat. Er ist bereit, sich in Aschaffenburg examinieren zu lassen. Er ist katholisch und nicht leibeigen". 34 Mit Carl Augustin Hergt fasste eine Apotheker- und Arztfamilie in Tauberbischofsheim Fuß, die zahlreiche bedeutende Vertreter dieses Berufsstandes hervorbrachte. Der Sohn Franz studierte 1816 in Würzburg Philosophie, danach ab 1818 Medizin in Heidelberg und Würzburg; 1825-1865 war er praktischer Arzt in Tauberbischofsheim. Der Sohn Karl begann 1827 nach dem Abschluss seiner Apothekerausbildung im Alter von 20 Jahren in Heidelberg mit dem Medizinstudium; er wurde der bekannte Irrenarzt und Leiter der Heil- und Pflegeanstalt Illenau, ein Pionier auf diesem Fachgebiet, einer der Väter der modernen Psychiatrie .37 Auch der Sohn Christian studierte 1832 in Heidelberg Medizin und wurde Arzt. Apotheker Carl Augustin Hergt und seine Ehefrau Sabina, geb. Bieringer, aus Odenheim bei Bruchsal brachten es in Tauberbischofsheim zu Ansehen und Vermögen. Die von ihnen im Jahr 1802 gekaufte Apotheke befand sich dort, wo sie - außer in den Jahren 1747-1776 unter den Apothekern Kugler und Sacraba- schon immer gewesen war, nämlich am Marktplatzeck zur alten Pfarrgasse neben dem Färber Reidel, wie mehrere Eintragungen in den Schatzungsbüchern des Stadtarchivs belegen.38 Etwa ein Jahrzehnt später befand sich Hergts Apotheke nicht mehr am Marktplatz, sondern schon am Sonnenplatz im Gebäude der heute dort befindlichen Apotheke, unmittelbar neben dem alten Gasthaus „Zur Sonne", das damals noch an der Ecke stand und die heutige Bahnhofstraße überspannte.39 Als Carl Augustin Hergt im Jahr 1827 starb, hinterließ er seinen Kindern auch noch andere Vermögenswerte, so z. B. einen Garten am Stadtgraben (heute im Fischgässchen), an dessen Türsturz seine Initialen CAH und die Jahreszahl 1808 eingemeißelt waren; im Jahr 1828 verkauften seine Kinder diesen Garten an den Badischen Hof-Wirt Steinam.42

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1810 (vor) · Gesundheitswesen der Stadt (Apotheker)

Marktplatz 7: Etwa 1810 zog der seit 1802 hier ansässige Apotheker Carl Augustin Hergt an den Sonnenplatz um. An wen er das Haus am mMarktplatzeck verkauft hat, ist nicht überliefert.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

1827 · Immatrikulation an der Universität Heidelberg

Carl Hergt, Pharmazie, Apothekersohn

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

Weitere Personen namens Hergt

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