Büschemer Persönlichkeiten

Bauer, Jakob Bernhard Bauer

vor 1783 – nach 1801

Apotheker

Der Beleg

1801 · Gesundheitswesen der Stadt (Apotheker)

Bei der Versteigerung im April 1801 erhielt der aus Mühlburg bei Karlsruhe stammende Apotheker Jakob Bernhard Bauer für 6125 Gulden den Zuschlag. Bevor er die Apotheke übernehmen konnte, hatte er mehrere bürokratische Hindernisse zu überwinden.32 Den geforderten Vermögensnachweis konnte er mit 12.000 Gulden zur vollen Zufriedenheit des Oberamts und der Stadtväter erbringen. Weit größere Schwierigkeiten bereitete die Tatsache, dass er „Ausländer" und zudem evangelisch lutherisch war. Im Oberamt und im Stadtvogteiamt stritt man heftig darüber, ob einem „nichtmainzischen Untertanen", zumal einem Nichtkatholiken, bei einem Zuzug das volle Bürgerrecht erteilt werden könne. Die konfessionellen Bedenken zerstreute Stadtvogt Harich mit dem Hinweis, auch zu Höchst und Miltenberg habe man schon protestantische Apotheker gehabt, die Vorbehalte gegen die „ausländische" Herkunft der Apotheker selbst, indem er ein kurmainzisches Landeskind heiratete, die Apothekerstochter Johanna Döllinger aus Aschaffenburg. Nur ein knappes Jahr führte Jakob Bernhard Bauer die Apotheke, dann verkaufte er sie wieder an den Apotheker Carl Augustin Hergt.

Quelle: Stadtchronik 1997 (Müller & Gehrig)

Weitere Personen namens Bauer

Im Personen-Index lässt sich dieser Eintrag im Zusammenhang durchsuchen, mit unscharfer Namenssuche, Registern und Zeitstrahl.