Tauberbischofsheim · Bernd Paeger

Presse & Berichte

Die neue Stadtchronik in der Presse. Dazu Mitteilungen der Tauberfränkischen Heimatfreunde und Material zum Lesen und Weitergeben.

Vom Herausgeber

Pressemitteilungen

Tauberfränkische Heimatfreunde e. V.

Pressemitteilung · Tauberfränkische Heimatfreunde e. V.

Eine Stadt, Haus für Haus

Bernd Paeger hat die Entwicklung Tauberbischofsheims von 1850 bis 2025 aufgeschrieben. Herausgekommen sind 428 Seiten, mehr als 900 Abbildungen und ein Nachschlagewerk, das man auch quer lesen kann.

Die ausführliche Vorstellung des Buches zum Verkaufsstart: Aufbau und Quellen, Beispiele aus den Einträgen, Angaben zu Preis und Bezug. Medien dürfen den Text frei verwenden.

Cover der Stadtchronik Tauberbischofsheim von Bernd Paeger
Gestaltung und Foto: Bernd Paeger
Cover in Originalgröße herunterladen (JPG, 2511 × 3551 Pixel, 300 dpi)
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Am Wörtplatz stand von 1883 an das städtische Schlachthaus. Seinen letzten Dienst tat es im September 1969, ausgerechnet bei einer Kleintierzüchterausstellung. Danach fiel es dem Neubau des Badenwerk-Verwaltungsgebäudes zum Opfer. Wer heute über den Platz geht, sieht davon nichts mehr. Genau diese Schichten legt Bernd Paeger in seiner neuen Stadtchronik frei.

Eine Lücke von mehr als hundert Jahren

Tauberbischofsheim ist gut beschrieben, allerdings einseitig. Julius Berberich widmete sich 1895 fast ausschließlich dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Das Jubiläumsbuch von 1955 zur 1200-Jahr-Feier lässt die neuere Zeit weitgehend aus. Und die Chronik von Franz Gehrig und Hermann Müller aus dem Jahr 1997 behandelt schwerpunktmäßig die Zeit von etwa 1600 bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert; Ausflüge ins 20. Jahrhundert bleiben die Ausnahme.

Es fehlte also ausgerechnet der Zeitraum, in dem die Stadt ihr heutiges Gesicht bekam: die Jahrzehnte der Fabriken und Baugebiete, der Schulbauten, der Abrisse. Dort setzt Paeger an. Sein Buch beginnt 1847 mit der Tauberbrücke und endet in den 2020er Jahren.

Aus einer Sammlung wird ein Buch

Den Anstoß gab ein Gespräch. Ein Freund bedauerte, kaum Bilder aus der Zeit seiner Kindheit zu kennen. Paeger sammelt seit über zwanzig Jahren Bücher, Zeitungsartikel, Fotografien und Postkarten über seine Heimatstadt und dachte sich, dass ein chronologisch geordneter Zugang auch anderen nützen könnte.

Aus dem Vorhaben wurde Archivarbeit. Paeger durchforstete das Stadtarchiv Tauberbischofsheim und das Landesarchiv Baden-Württemberg mit seinen Zweigstellen in Wertheim-Bronnbach und Ludwigsburg. Die Jahrgänge der örtlichen Tageszeitung ab 1946 ging er vollständig durch. Unterstützt wurde er dabei von Jürgen Wohlfarth und Hendrik Beierstettel. Als Lektor wirkte Hermann Müller mit, Koautor der Chronik von 1997, der das Projekt fachlich begleitet hat.

Chronologisch geordnet, aber nicht zum Durchlesen gezwungen

Das Buch ist in dreizehn Kapitel geteilt: 1847 bis 1900, 1900 bis 1930, 1930 bis 1945, 1945 bis 1960, danach Jahrzehnt für Jahrzehnt bis in die 2020er Jahre. Dazu kommen ein eigener Anhang zum Bahnhof und ein Literaturverzeichnis. Jeder Eintrag trägt eine Nummer und eine Jahreszahl, etwa „3.52 Kaiserliches Postamt (1888)“.

Am Rand stehen Verweiszahlen, im Buch „Navigation“ genannt. Sie führen zum vorhergehenden und zum nächsten Eintrag desselben Themas. Wer der Volksschule, der Firma Weinig oder dem Freibad folgen will, springt also von Station zu Station, statt sich durch die Jahrzehnte zu arbeiten. Für ein Buch dieses Umfangs ist das der entscheidende Unterschied zwischen Nachschlagewerk und Nachttischlektüre, die man nie zu Ende bringt.

Was in den Einträgen steckt

Der Großbrand vom 16. Mai 1862 begann nachmittags um 15 Uhr im Haus des Metzgers Wolf Sauer in der Manggasse. Er erfasste das Klostergebäude, in dem damals das Gymnasium saß, das Reichenspital, Wohnhäuser und Scheunen. Löschmannschaften aus den Nachbarorten rückten mit ihren Spritzen an. Das Gymnasium baute die Stadt anschließend neu am Ortsende, in dem Gebäude, in dem heute die Polizei sitzt.

So arbeitet das Buch durchgehend: Wasserleitung 1896, städtisches Elektrizitätswerk 1899, Schulmöbelfabrik, Sägewerk, Brauerei. Der Aufstieg von VS, Weinig und Mafi steht neben dem Verschwinden von Schachenmayr und Jana. Das Frankenbad, am 22. Juli 1951 nach nur fünf Monaten Bauzeit eröffnet, galt mit seinem Becken von 50 mal 25 Metern als eines der modernsten Freibäder der Region; 2023 musste es wegen seiner Mängel schließen.

Auch die Bauten, die heute niemand vermisst, bekommen ihr Kapitel: die Waschbetonbauten der 1960er und 1970er Jahre, von der abgerissenen Realschule bis zum längst verschwundenen EKZ-Neukauf. Dazu das Fronleichnamshochwasser von 1984, das Tauberzentrum von 1990, die Frankenpassage von 1992, der Besuch Helmut Kohls im Fechtzentrum 1984 und die Nacht von Rom im Juli 1990, als der Marktplatz beim Elfmeter von Andreas Brehme bebte.

Mehr als 900 Bilder, und jedes mit Herkunft

Der Bildteil ist der zweite Grund, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Die Abbildungen sind durchnummeriert und mit ihrer Quelle versehen: Stadtarchiv, private Sammlungen, das Fotoarchiv Heer, Luftbilder, Lagepläne, Postkarten, Zeitungsausschnitte. Daneben stehen Aufnahmen, die Paeger 2025 selbst gemacht hat, oft vom selben Standpunkt wie die historische Vorlage. Der Vergleich erledigt die Beschreibung von allein.

Stimmen aus der Stadt

Lebendig wird die Chronik dort, wo Zeitzeugen zu Wort kommen. Ein 1981 veröffentlichter Erinnerungstext von Hugo Pahl schildert den Wörtplatz der 1920er und 1930er Jahre mit seinem Wassergraben, in dem die Jugend schwimmen lernte und Stichlinge fing, während nebenan auf dem Viehmarkt Ochsen an eisernen Ringen angekettet wurden. Max J. Strauss beschreibt die Fastnacht um 1900, als Jung und Alt am Dienstag mit Blasinstrumenten durch die Straßen zog, bis in die späte Nacht.

Für wen das Buch gemacht ist

Neubürger bekommen die Vorgeschichte der Straßen, durch die sie täglich gehen. Wer weggezogen ist, findet das Tauberbischofsheim seiner Jugend wieder. Und wer meint, seine Stadt zu kennen, stößt auf Funde, die auch manchem Heimatkenner neu sein dürften.

Die Chronik hat 428 Seiten im DIN-A4-Format und mehr als 900 Abbildungen. Herausgeber ist der Verein Tauberfränkische Heimatfreunde e. V., der gesamte Erlös kommt dem Verein zugute. Das Buch kostet 35 Euro und ist in der Buchhandlung „Schwarz auf Weiss“ in der Fußgängerzone, in der Tourist-Info im Rathaus und im Tauberfränkischen Heimatmuseum erhältlich.

Pressemitteilung

Das Gedächtnis einer Stadt auf 428 Seiten

Neue Chronik führt Tauberbischofsheims Geschichte von 1850 bis in die Gegenwart fort.

Wie aus einer privaten Sammlung eine Chronik wurde: über die Quellen, die Bilder und die Menschen hinter dem Buch.

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Cover der Stadtchronik Tauberbischofsheim von Bernd Paeger
Gestaltung und Foto: Bernd Paeger
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Wer heute am Wörtplatz entlanggeht, ahnt kaum, dass dort bis 1969 das städtische Schlachthaus stand. Manche Häuser sind verschwunden, andere haben ihre Funktion gewechselt, Betriebe kamen und gingen. Vieles davon lebt nur noch in Erinnerungen, Akten und alten Fotografien weiter.

Bernd Paeger hat diese Spuren zusammengeführt. Seine Chronik „Tauberbischofsheim. Entwicklung von 1850 bis 2025“ erscheint Mitte November. Auf 428 Seiten und mit über 900 Bildern zeichnet sie die jüngere Geschichte der Kernstadt nach. Herausgegeben wird das Buch von den Tauberfränkischen Heimatfreunden e.V.

Bürgermeisterin Anette Schmidt stellt in ihrem Grußwort einen Satz voran, der den Sinn dieses Projekts trifft: „Wer die Geschichte einer Stadt kennt, versteht auch ihre Gegenwart und kann ihre Zukunft bewusster gestalten.“ Die Chronik richtet den Blick deshalb nicht allein auf herausragende Ereignisse. Sie erzählt ebenso vom alltäglichen Leben, von Arbeit und Handel, Schulen und Vereinen, vom Wandel des Stadtbilds und von Entscheidungen, deren Folgen bis heute sichtbar sind.

Eine Lücke in der Stadtgeschichte

Der zeitliche Ansatz ist kein Zufall. Julius Berberichs Stadtgeschichte von 1895 behandelt vor allem das Mittelalter und die frühe Neuzeit. Auch das Jubiläumsbuch von 1955 und die 1997 erschienene Chronik von Franz Gehrig und Hermann Müller reichen nur punktuell in das 20. Jahrhundert hinein. Genau dort setzt Paeger an.

Hermann Müller, Koautor der Vorgängerchronik und Lektor des neuen Bandes, beschreibt das Werk als die lange fehlende Fortschreibung bis in die Gegenwart. Der Bogen reicht vom Neubau der Tauberbrücke im Jahr 1847 bis zur Sanierung des Matthias-Grünewald-Gymnasiums und zum Neubau der Sparkasse beim früheren Konvikt. Dazwischen liegt nahezu die gesamte moderne Entwicklung der Stadt. Müller fasst sein Urteil knapp zusammen: „Das Buch ist eine Kostbarkeit für jeden Liebhaber der Stadtgeschichte.“

Mehr als eine Folge von Baujahren

Das Buch folgt den baulichen Veränderungen, bleibt dort aber nicht stehen. Es zeigt, wie Krankenhäuser, Schulen und öffentliche Einrichtungen entstanden oder umgestaltet wurden. Große Unternehmen wie VS, Weinig und Mafi finden ebenso ihren Platz wie bereits verschwundene Firmen wie etwa Schachenmayr und Jana. Auch Vereine, Baugebiete und die Entwicklung der Infrastruktur gehören dazu. Gerade in der Zusammenschau wird erkennbar, wie eng Stadtplanung, wirtschaftlicher Wandel und persönlicher Alltag miteinander verbunden sind.

Paeger verlässt sich dabei nicht auf nacherzählte Anekdoten. Er recherchierte im Stadtarchiv Tauberbischofsheim, im Landesarchiv Baden-Württemberg mit den Staatsarchiven Ludwigsburg und Wertheim sowie im Stadtarchiv Bad Mergentheim. Alte Ausgaben der Fränkischen Nachrichten, Bücher, Broschüren, Festschriften, Postkarten und private Sammlungen ergänzten die amtlichen Quellen. Einen besonderen Rang nimmt die Sammlung der Tauberbischofsheimer Fotografenfamilien Heer ein. Hinzu kommen Privataufnahmen und Zeichnungen des Heimatforschers Hugo Pahl.

Historische Ansichten werden häufig aktuellen Fotografien gegenübergestellt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Gebäude geblieben sind, wo Fassaden verändert wurden und an welchen Stellen die alte Stadt vollständig verschwunden ist. Die Chronik wird damit zugleich Lesebuch, Bildband und Nachschlagewerk.

Entstehung und Aufbau der Chronik

Am Anfang stand eine Unterhaltung. Ein Freund bedauerte, nur wenige Bilder von Tauberbischofsheim aus seiner Kindheit zu kennen. Paeger, der seit vielen Jahren Artikel, Bücher, Fotografien und Postkarten über die Stadt sammelt, begann sein Material chronologisch zu ordnen und systematisch zu ergänzen. Aus der privaten Sammlung wurde eine jahrelange Forschungsarbeit.

Der chronologische Aufbau ist bewusst gewählt. Wer schon lange in Tauberbischofsheim lebt, kann bei der eigenen Kindheit oder Jugend einsteigen und wird auf vertraute Namen, Geschäfte und Ansichten stoßen. Neu Zugezogene finden die Hintergründe zu dem Stadtbild, das sie heute vor sich sehen. Dass dabei nostalgische Momente entstehen, ist gewollt. Das Buch soll aber nicht in einer vermeintlich guten alten Zeit stehen bleiben. Es zeigt auch Verluste, die Stadt Tauberbischofsheim verändert haben.

Ergebnis gemeinsamer Zusammenarbeit

Unterstützt wurde der Autor von Jürgen Wohlfarth und Hendrik Beierstettel, die Daten ergänzten, weitere Themen erschlossen und neue Quellen beisteuerten. Hermann Müller übernahm das Lektorat. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger öffneten ihre privaten Sammlungen oder teilten ihr Wissen. Die Vorsitzende der Tauberfränkischen Heimatfreunde, Irmgard Wernher-Lippert, dankt außerdem den Spenderinnen und Spendern, insbesondere der Bürgerstiftung. Paeger selbst stellt seine geleistete Arbeit sowie mögliche Einnahmen aus dieser Auflage für das Buchprojekt zur Verfügung.

Bürgermeisterin Schmidt würdigt die Chronik als lebendige Dokumentation der jüngeren Stadtgeschichte und als Ergebnis außergewöhnlichen persönlichen Engagements. Ihr Wunsch, das Buch möge Erinnerungen wecken und das Bewusstsein für die gemeinsame Heimat stärken, führt zurück zum Ausgangspunkt: Stadtgeschichte endet nicht im Archiv. Sie wird täglich von den Menschen fortgeschrieben, die hier leben, arbeiten und sich einmischen.

Zum Buch

Erscheinung: Mitte November.

Der reguläre Ladenpreis beträgt 35 Euro. In Tauberbischofsheim ist die Chronik in der Buchhandlung „Schwarz auf Weiss“ in der unteren Fußgängerzone, in der Tourist-Info im Erdgeschoss des Rathauses und im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum im Kurmainzischen Schloss zu den jeweiligen regulären Öffnungszeiten erhältlich.

Die Vorbestellung zum Subskriptionspreis von 30 Euro ist jetzt über chronik-tbb.de möglich und auf 400 Exemplare begrenzt. Bestellte Bücher sind dann später in der Buchhandlung „Schwarz auf Weiss“ abholbar.

Pressemitteilung · HB, Tauberfränkische Heimatfreunde e. V.

Vorbestellung ab sofort möglich: Neue Stadtchronik erscheint Mitte November

Update: Diese Meldung ist älter. Die Vorbestellphase ist beendet, und das Buch ist bereits ab Freitag, 16. Oktober 2026, für 35,00 € im Buchhandel erhältlich. Wo es das Buch gibt

Bernd Paeger legt mit „Tauberbischofsheim 1850–2025“ eine Chronik der jüngeren Stadtgeschichte vor: 428 Seiten, über 900 Abbildungen.

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Wer durch die Tauberbischofsheimer Hauptstraße geht, sieht Fachwerk, Sandstein, ein paar Betonfassaden aus den Siebzigern – und ahnt in den seltensten Fällen, was an dieser Stelle einst stand, wer dort gearbeitet hat, welches Feuer welches Viertel verschlang. Der gebürtige Tauberbischofsheimer Bernd Paeger hat sich genau dieser verborgenen Schichten angenommen und mit „Tauberbischofsheim 1850–2025" eine Chronik geschrieben, die auf 428 Seiten und mit über 900 Abbildungen die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt in einer bislang unerreichten Dichte dokumentiert. Herausgegeben wird das Werk von den Tauberfränkischen Heimatfreunden e.V., in denen Paeger selbst Mitglied ist.

Was das Buch von vielen Heimatbüchern unterscheidet, ist der Ansatz: Es geht in erster Linie chronologisch um die Ereignisse in Paegers Heimatstadt ab 1850.

Besonders interessant sind auch die Navigationszahlen bei vielen Kapiteln. Sie ermöglichen es dem Leser, innerhalb des Buches direkt zu den chronologischen Fortsetzungen zu springen und dadurch die Geschichte der erwähnten Firmen und Behörden weiterzuverfolgen.

Das Buch folgt den baulichen Veränderungen, bleibt dort aber nicht stehen. Es zeigt, wie Krankenhäuser, Schulen und öffentliche Einrichtungen entstanden oder umgestaltet wurden. Große Unternehmen wie VS, Weinig und Mafi finden ebenso ihren Platz wie bereits verschwundene Firmen wie etwa Schachenmayr und Jana. Auch Vereine, Baugebiete und die Entwicklung der Infrastruktur gehören dazu. Gerade in der Zusammenschau wird erkennbar, wie eng Stadtplanung, wirtschaftlicher Wandel und persönlicher Alltag miteinander verbunden sind.

Die 1997 erschienene Stadtchronik, verfasst von Franz Gehrig und Hermann Müller, befasst sich nach der Behandlung einiger Themen aus dem Mittelalter schwerpunktmäßig mit dem Zeitraum von etwa 1600 bis Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts; Ausflüge ins 20. Jahrhundert erfolgen nur sporadisch.

Das neue Buch ergänzt die letzte Chronik und schließt somit eine Lücke in der Darstellung der Stadtgeschichte.

Wochen in Archiven, Nächte am Schreibtisch

Paeger sammelt seit über 20 Jahren Bücher, Zeitungsartikel und Postkarten über Tauberbischofsheim. Für das Buch durchforstete er darüber hinaus das Stadtarchiv Tauberbischofsheim, das Landesarchiv Baden-Württemberg mit seinen Zweigstellen in Wertheim-Bronnbach und Ludwigsburg – und durchwälzte zusätzlich die Ausgaben der Fränkischen Nachrichten von 1946 bis heute nach Daten, Hintergründen und Fotografien. Dabei wurde er von Jürgen Wohlfarth und Hendrik Beierstettel unterstützt. Ergebnis dieser Fleißarbeit sind Funde, die selbst manchem Heimatkenner neu sein dürften.

Ein Beispiel: Das alte städtische Schlachthaus am Wörtplatz, 1883 erbaut, diente seinen letzten Zweck ausgerechnet bei einer Kleintierzüchterausstellung im September 1969, ehe es abgerissen wurde und dem Neubau des Badenwerk-Verwaltungsgebäudes wich. Oder das kaiserliche Postamt von 1888, für dessen Bau kurzerhand ein Teil des Gasthauses „Zur Sonne" geopfert wurde – mit der Folge, dass die Bahnhofstraße an dieser Stelle bis heute deutlich breiter ist als früher üblich.

Besonders lebendig wird die Chronik dort, wo Paeger Zeitzeugenberichte und historische Zeitungsartikel wörtlich einflicht. So beschreibt der 1981 in den Fränkischen Nachrichten veröffentlichte Erinnerungstext von Hugo Pahl den alten Wörtplatz der 1920er und 1930er Jahre mit seinem Wassergraben, in dem die Jugend Schwimmen lernte, Stichlinge fing und selbstgebaute Rindenschiffchen zu Wasser ließ – während nebenan auf dem Viehmarkt Ochsen und Ackergäule an eisernen Ringen angekettet wurden. Solche Passagen holen ein Tauberbischofsheim zurück, das es in dieser Form nicht mehr gibt.

Von Waschbeton bis zur Fußball-Nacht von Rom

Auch das zwanzigste Jahrhundert bleibt nicht außen vor. Paeger widmet den Waschbetonbauten der Sechziger und Siebziger, die einst das Stadtbild prägten und heute zunehmend verschwinden, eine eigene Betrachtung – von der abgerissenen Realschule über den ebenfalls schon verschwundenen EKZ-Neukauf bis zur Sonderschule, die inzwischen mit Bauzäunen umstellt ist. Es ist ein leiser Aufruf, wenigstens die Erinnerung an diese architektonische Epoche zu bewahren, wenn schon die Gebäude selbst fallen.

Zwischen den harten Fakten – Baujahre, Handelsregistereinträge – verstecken sich interessante Geschichten wie der Niedergang des „Hopfkonzerns" 1930. Auch persönlich gefärbte Kapitel, etwa Erinnerungen an die Fußball-Nacht von Rom 1990, als der Marktplatz beim Brehme-Elfmeter regelrecht bebte, finden ihren Platz. Diese Mischung aus nüchterner Quellenarbeit und atmosphärischem Erzählen macht die Lektüre zu weit mehr als einem Nachschlagewerk.

Für die Recherchequalität spricht auch, dass Paeger nicht nur eigene Fotos beisteuert – nahezu jedes heute noch stehende Gebäude hat er 2025 selbst fotografiert –, sondern konsequent auf Originalquellen aus dem Fotoarchiv Heer oder Privatsammlungen zurückgreift. Genau diese Bildvielfalt dürfte den besonderen Reiz der über 900 Abbildungen ausmachen.

Subskription lohnt sich

Online zum Subskriptionspreis vorbestellen unter: chronik-tbb.de. Subskriptionspreis (auf 400 Exemplare limitiert): 30 Euro (regulär 35 Euro). Zahlung erst bei Abholung im Buchladen „Schwarz auf Weiß". Erscheint: Mitte November 2026. Auch erhältlich in der Tourismus-Info im Rathaus (EG) und im Tauberfränkischen Heimatmuseum zu den jeweils regulären Öffnungszeiten.

Zahlreiche Fotografien und Lagepläne machen die Stadt und ihr Erscheinungsbild in den einzelnen Jahrzehnten anschaulich und verdeutlichen ihre Entwicklung. Damit ist die neue Chronik nicht nur eine wertvolle Ergänzung der bisherigen Stadtgeschichte, sondern zugleich ein anschauliches Nachschlagewerk für alle Heimatfreundinnen und Heimatfreunde unserer Stadt. Wer nicht leer ausgehen will, bestellt am besten gleich vor.

Aus der Zeitung

Pressespiegel

Berichte aus der Tagespresse

tbb_aktuell, Amtsblatt der Stadt Tauberbischofsheim · · Nr. 10, 19. Jahrgang

Das Gedächtnis einer Stadt auf 428 Seiten

Der Beitrag in der Rubrik „Bürgerstiftung“ stellt die Chronik vor: den Zeitraum von 1850 bis 2025, die Unternehmen und Vereine, die jahrelange Recherche in Archiven und Sammlungen sowie die Gegenüberstellung historischer und aktueller Fotografien. Außerdem danken die Heimatfreunde den Spendern, besonders der Bürgerstiftung, und Bürgermeisterin Anette Schmidt würdigt das Engagement des Autors.

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Wie hat sich Tauberbischofsheim in den vergangenen 175 Jahren verändert? Antworten darauf gibt die neue Chronik von Bernd Paeger. Sein Buch „Tauberbischofsheim. Entwicklung von 1850 bis 2025“ erscheint Mitte November. Auf 428 Seiten und mit über 900 Bildern dokumentiert es die jüngere Geschichte der Kernstadt. Herausgeber sind die Tauberfränkischen Heimatfreunde e.V.

Die Chronik schließt eine Lücke in der Stadtgeschichtsschreibung. Sie zeigt, wie sich Straßen, Gebäude, Schulen und öffentliche Einrichtungen verändert haben. Auch Unternehmen wie VS, Weinig und Mafi sowie längst verschwundene Betriebe, Vereine und die Entwicklung der Infrastruktur finden ihren Platz.

Für seine jahrelange Forschungsarbeit wertete Paeger zahlreiche Archive, Zeitungen und private Sammlungen aus. Besonders anschaulich sind die Gegenüberstellungen historischer und aktueller Fotografien. Sie machen den Wandel des Stadtbilds unmittelbar sichtbar und wecken Erinnerungen an frühere Zeiten.

Unterstützt wurde Paeger von Jürgen Wohlfarth, Hendrik Beierstettel und Lektor Hermann Müller sowie zahlreichen Bürgern. Die Vorsitzende der Tauberfränkischen Heimatfreunde, Irmgard Wernher-Lippert, dankt allen Spendern, insbesondere der Bürgerstiftung.

Bürgermeisterin Anette Schmidt würdigt das außergewöhnliche Engagement: „Wer die Geschichte einer Stadt kennt, versteht auch ihre Gegenwart und kann ihre Zukunft bewusster gestalten.“

Zum Buch

Die Chronik kostet 35 Euro. Erhältlich ist sie bei „Schwarz auf Weiss“, in der Tourist-Info im Rathaus und im Tauberfränkischen Landschaftsmuseum.

Erschienen in tbb_aktuell, Amtsblatt der Stadt Tauberbischofsheim, 19. Jahrgang, Nr. 10, am 23. Oktober 2026, in der Rubrik „Bürgerstiftung“. Der Text gibt den Stand vor dem Verkaufsstart wieder; das Buch ist inzwischen erschienen.

Seite aus tbb_aktuell vom 23. Oktober 2026 mit dem Bericht „Das Gedächtnis einer Stadt auf 428 Seiten“ und dem BuchcoverArtikel als PDF öffnen
Der Beitrag im Amtsblatt vom 23. Oktober 2026

Frankenbund e. V. · Rubrik „Literatur“ · Stand · Anzeige der Tauberfränkischen Heimatfreunde

Die Chronik im Literaturangebot des Frankenbundes

Die Vorstellung ordnet die Chronik in die Stadtgeschichtsschreibung ein: Sie beginnt dort, wo die 1997 erschienene Chronik von Franz Gehrig und Hermann Müller aufhört, und führt von der Industrialisierung bis in die Gegenwart.

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Die neue Stadtchronik von Bernd Paeger umfasst den Zeitraum von 1850 bis 2025 und damit die Zeit der Industrialisierung und Modernisierung – vom Eisenbahnbau und der Einführung der Elektrizität über den Bau des Krankenhauses bis hin zum Schulzentrum am Wört. Darüber hinaus beschreibt sie die Entstehung zahlreicher Unternehmen in Tauberbischofsheim sowie den Bau der Kaserne.

Die 1997 erschienene Stadtchronik von Franz Gehrig und Hermann Müller behandelt schwerpunktmäßig die Stadtgeschichte ab etwa 1600 sowie die weitere Entwicklung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die neue, chronologisch aufgebaute Chronik setzt hier an und ergänzt die bisherige Stadtgeschichte um die Entwicklungen von 1850 bis in die Gegenwart. Zahlreiche Fotografien und Lagepläne machen die Stadt und ihr Erscheinungsbild in den einzelnen Jahrzehnten anschaulich und verdeutlichen ihre Entwicklung. Damit ist die neue Chronik nicht nur eine wertvolle Ergänzung der bisherigen Stadtgeschichte, sondern zugleich ein anschauliches Nachschlagewerk für alle Heimatfreundinnen und Heimatfreunde unserer Stadt.

Erschienen auf der Seite „Literatur“ des Frankenbundes e. V. (frankenbund.de/literatur), dort als Anzeige der Tauberfränkischen Heimatfreunde e. V. gekennzeichnet. Wiedergabe des Textes vom 21. Oktober 2026; die Seite nennt kein Veröffentlichungsdatum.

Bildschirmfoto der Seite „Literatur“ auf frankenbund.de mit der Vorstellung der Stadtchronik von Bernd PaegerBildschirmfoto vergrößern
Die Seite „Literatur“ auf frankenbund.de, Stand 21. Oktober 2026
Zeitungsseite der Fränkischen Nachrichten vom 12. Oktober 2026 mit dem Bericht „Neue Stadtchronik erscheint zur Martini-Messe“Artikel als PDF öffnen
Der Bericht vom 12. Oktober 2026, bebildert mit einer Aufnahme von Stadion und Frankenbad aus den 1950er Jahren

Fränkische Nachrichten · · von Bernd Paeger

Neue Stadtchronik erscheint zur Martini-Messe

Eine Leseprobe aus dem Buch: Bernd Paeger erzählt die Geschichte des Frankenbads von der Eröffnung 1951 über die Fronleichnamsflut 1984 bis zur Schließung 2023. Am Ende steht der Erscheinungstermin: Ab Freitag, 16. Oktober, ist die Chronik im Buchladen „Schwarz auf Weiss“ und in der Tourist-Info erhältlich.

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Tauberbischofsheim. Die Kreisstadt hatte bereits vor Eröffnung des Frankenbads im Jahr 1951 ein Freibad auf fast der heutigen Fläche. Das Frankenbad wurde am 22. Juli 1951 nach nur fünf Monaten Bauzeit eröffnet. Planfertigung und Bauleitung erfolgte durch das Stadtbauamt Tauberbischofsheim. Damals galt das Frankenbad als eines der modernsten Freibäder in der Region.

Die Beckengröße lag bei 50 mal 25 Metern, die Tiefe 2,0 bis 3,50 Metern und die Tiefe des Nichtschwimmerbereiches bei 0,7 bis 1,1 Metern. Neben dem Eingang befand sich das Filtergebäude mit Wohnung für den Bademeister. In den ersten Jahren lag das neue Frankenbad noch sehr einsam neben dem Sportplatz. Es war zudem nur über einen recht schmalen Weg zu erreichen, der eine Kurve und zum Grabenweg hoch einen deutlichen Höhenunterschied hatte.

Die Fronleichnamsflut am 21. Juni 1984 beschädigte auch das Frankenbad sehr stark und das Baden war für die Saison beendet. Die Umkleidekabinen und die Sanitäreinrichtungen wurden anschließend bei Umbaumaßnahmen an der westlichen Seite zusammengefasst und neu aufgebaut. Die neu entstandene freie Fläche konnte nun als überdachte Liegefläche genutzt werden.

Vor dem Umbau gab es auch noch ein umlaufendes knöcheltiefes Wasserbecken, bevor man das eigentliche Schwimmbecken betrat. Hier konnten die Kinder schön nebeneinander Wellen erzeugen und die Blumenbeete in den Eckbereichen ordentlich fluten. Die Dacheindeckung der Umkleidekabinen hat sich nach dem Umbau an die Architektur der neuen Grünewaldhalle angepasst.

Über die Jahre investierte die Stadt in die Technik zur Wasserqualität, ersetzte die alte Rutsche aus den 1950er Jahren durch eine eher unspektakuläre gelbe Rutsche und erneuerte die Sprunganlage. Was aber über die mehr als 70 Jahre gleich blieb, war das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. Hier konnte man so herrlich über die Mauer springen, welche die beiden Bereiche trennte oder, was nicht so gerne gesehen war, darauf balancieren. 2023 musste das alte Schwimmbad geschlossen werden. Gründe waren zu viele Mängel und Schäden, welche eine Gefahr für Gesundheit und Sicherheit darstellten. Ab 2024 starteten dann die Bauarbeiten am neuen Schwimmbad.

Wie es weiterging oder was davor geschah? Dies und noch vieles mehr erfahren Sie in der neuen Stadtchronik Tauberbischofsheim 1850–2025 von Bernd Paeger.

Zur Martini-Messe, die bald wieder beginnt, veröffentlichten die Fränkischen Nachrichten früher eine Sonderbeilage. Darin beleuchteten namhafte Tauberbischofsheimer Heimatforscher wie Hugo Pahl, Hans-Werner Siegel oder Herbert Bauer verschiedene Facetten der Geschichte ihrer Heimatstadt. Diese Beiträge bildeten zusammen mit Quellen aus verschiedenen Archiven, Büchern, Postkarten, Fotografien, privaten Dokumenten und Zeitungsartikeln eine ergiebige Quellengrundlage für die neue Stadtchronik, die pünktlich zur Martini-Messe erscheinen wird.

Ab Freitag, 16. Oktober, ist die neue Stadtchronik im Buchladen „Schwarz auf Weiss“ und in der städtischen Tourist-Info erhältlich. Das Buch im DIN-A4-Format umfasst 428 Seiten mit mehr als 900 Abbildungen und wird von den Tauberfränkischen Heimatfreunden herausgegeben.

Erschienen in den Fränkischen Nachrichten am 12. Oktober 2026, Autor: Bernd Paeger. Das Bild zum Artikel zeigt Stadion und Frankenbad kurz nach dem Bau in den 1950er Jahren (Bild: Stadtarchiv, Foto Heer).

Zeitungsseite der Main-Post vom 1. Oktober 2026 mit dem Bericht „Neue Stadtchronik dokumentiert 175 Jahre“Artikel als PDF öffnen
Der Bericht im Lokalteil Main-Tauber vom 1. Oktober 2026

Main-Post · · von Matthias Ernst

Neue Stadtchronik dokumentiert 175 Jahre

Der Bericht beschreibt, wie aus dem mittelalterlich geprägten Bischofsheim die heutige Kreisstadt wurde, würdigt das Querverweissystem des Buches und die jahrelange Archivarbeit. Außerdem nennt er Hermann Müller als Lektor und weist darauf hin, dass der gesamte Erlös den Tauberfränkischen Heimatfreunden zugutekommt.

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Tauberbischofsheim. Was steckt hinter den Fassaden der Tauberbischofsheimer Innenstadt? Welche Betriebe prägten einst das Wirtschaftsleben, welche Institutionen entstanden, wurden umgebaut oder verschwanden wieder spurlos?

Diesen Fragen ist der gebürtige Tauberbischofsheimer Bernd Paeger über Jahre konsequent nachgegangen – und legt nun das Ergebnis vor: eine neue Stadtchronik, die die Entwicklung der Kreisstadt von 1850 bis 2025 auf 428 Seiten und mit mehr als 900 Abbildungen in bisher unerreichter Tiefe dokumentiert.

Die letzte umfassende Stadtchronik stammte aus dem Jahr 1997 und widmete sich vor allem der früh- und frühneuzeitlichen Geschichte bis ins ausgehende 19. Jahrhundert. Die Jahrzehnte danach blieben weitgehend unaufgearbeitet.

Genau dort setzt das neue Werk an: Mit dem Industriezeitalter beginnend, verfolgt es Schritt für Schritt, wie aus dem mittelalterlich geprägten Bischofsheim die heutige Kreisstadt wurde – mit allem, was dazugehört: Schulbau und Krankenhausgeschichte, der Aufstieg von Unternehmen wie VS, Weinig oder Mafi, aber auch der Niedergang von Betrieben wie Schachenmayr und Jana, die Anlage neuer Baugebiete und der stete Wandel der Infrastruktur.

Besonders durchdacht ist das Navigationssystem des Buches: Querverweiszahlen bei vielen Kapiteln ermöglichen es, der Geschichte einzelner Firmen oder Behörden quer durch das Werk zu folgen – eine Lesehilfe, die aus der Chronik zugleich ein handhabbares Nachschlagewerk macht.

Hinter dem Buch steckt eine Recherchearbeit, die ihresgleichen sucht. Paeger, der seit mehr als zwei Jahrzehnten systematisch lokale Bücher, Ansichtskarten und Zeitungsartikel sammelt, durchforstete für die Chronik das Stadtarchiv Tauberbischofsheim ebenso wie das Landesarchiv Baden-Württemberg in seinen Zweigstellen in Wertheim-Bronnbach und Ludwigsburg.

Hermann Müller fungiert erneut als Lektor

Unterstützt wurde er dabei von Jürgen Wohlfarth und Hendrik Beierstettel. Nahezu jedes heute noch stehende Gebäude hat er 2025 selbst neu fotografiert; historische Aufnahmen stammen aus Privatsammlungen und dem Fotoarchiv Heer. Als Lektor fungierte Hermann Müller, der bereits an der Chronik von 1997 mitgewirkt hatte und das Projekt fachlich begleitet hat.

Was das Buch von vielen Heimatpublikationen abhebt, ist sein Gespür für konkrete Geschichte. Etwa die Geschichte des städtischen Schlachthauses am Wörtplatz: 1883 errichtet, diente es zuletzt bei einer Kleintierausstellung im September 1969 – bevor es dem Neubau eines Verwaltungsgebäudes weichen musste. Oder das kaiserliche Postamt von 1888, für dessen Bau ein Teil des Gasthauses „Zur Sonne“ abgebrochen wurde.

Lebendig wird die Chronik besonders dort, wo Paeger Zeitzeugen zu Wort kommen lässt: Ein 1981 erschienener Erinnerungstext schildert den Wörtplatz der Zwischenkriegszeit mit seinem Wassergraben, dem Viehmarkt und einer Jugend, die dort schwimmen lernte und Blechschiffchen flott machte.

Auch Zeitzeugen kommen zu Wort

Solche Passagen holen ein Tauberbischofsheim zurück, das heute nur noch in Erinnerungen existiert. Nicht ausgespart bleiben die Waschbetonbauten der 1960er und 70er Jahre – von der abgerissenen Realschule bis zum EKZ-Neukauf –, und auch die Fußball-Nacht von Rom 1990, als der Marktplatz beim Brehme-Elfmeter vibrierte. Herausgegeben wird die Chronik von den Tauberfränkischen Heimatfreunden e. V. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf kommt dem Verein zugute. Das Buch erscheint Mitte November 2026. Wer es vorab über www.chronik-tbb.de bestellt, erhält es zum Subskriptionspreis von 30 Euro. Das Werk ist außerdem in der Tourismus-Info im Rathaus sowie im Tauberfränkischen Heimatmuseum erhältlich.

Erschienen in der Main-Post am 1. Oktober 2026, Lokalteil Main-Tauber, Autor: Matthias Ernst. Das Bild zum Artikel zeigt das 1866 erbaute Rathaus (Repro: Pressestelle Kreisstadt Tauberbischofsheim, Archivbild).

Titelseite der Fränkischen Nachrichten vom 25. September 2026 mit dem Hinweis „Neue Tauberbischofsheimer Stadtchronik“Artikel als PDF öffnen
Die Titelseite weist auf den Bericht im Lokalteil hin.

Fränkische Nachrichten · · mit Hinweis auf der Titelseite

Neue Stadtchronik erscheint in Kürze

Der Bericht im Lokalteil stellt die Chronik ausführlich vor: den chronologischen Aufbau ab 1850, die Recherche in Stadt- und Landesarchiv, Funde wie das alte Schlachthaus am Wörtplatz und das kaiserliche Postamt von 1888. Am Ende stehen die Hinweise zur Vorbestellung zum Subskriptionspreis.

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Tauberbischofsheim. Wer durch die Tauberbischofsheimer Hauptstraße geht, sieht Fachwerk, Sandstein, ein paar Betonfassaden aus den 70ern – und ahnt in den seltensten Fällen, was an dieser Stelle einst stand, wer dort gearbeitet hat, welches Feuer welches Viertel verschlang. Der gebürtige Tauberbischofsheimer Bernd Paeger hat sich genau dieser verborgenen Schichten angenommen und mit „Tauberbischofsheim 1850–2025“ eine Chronik geschrieben, die auf 428 Seiten und mit über 900 Abbildungen die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt in einer bislang unerreichten Dichte dokumentiert. Herausgegeben wird das Werk von den „Tauberfränkischen Heimatfreunden“, in denen Paeger selbst Mitglied ist.

Anderer Ansatz als bei anderen Heimatbüchern

Was das Buch von vielen Heimatbüchern unterscheidet, ist der Ansatz: Es geht in erster Linie chronologisch um die Ereignisse in Paegers Heimatstadt ab 1850. Besonders interessant sind auch die Navigationszahlen bei vielen Kapiteln. Sie ermöglichen es dem Leser, innerhalb des Buches direkt zu den chronologischen Fortsetzungen zu springen und dadurch die Geschichte der erwähnten Firmen und Behörden weiterzuverfolgen.

Das Buch folgt den baulichen Veränderungen, bleibt dort aber nicht stehen. Es zeigt, wie Krankenhäuser, Schulen und öffentliche Einrichtungen entstanden oder umgestaltet wurden. Große Unternehmen wie VS, Weinig und Mafi finden ebenso ihren Platz wie bereits verschwundene Firmen wie etwa Schachenmayr und Jana. Auch Vereine, Baugebiete und die Entwicklung der Infrastruktur gehören dazu. Gerade in der Zusammenschau wird erkennbar, wie eng Stadtplanung, wirtschaftlicher Wandel und persönlicher Alltag miteinander verbunden sind.

Die 1997 erschienene Stadtchronik, verfasst von Franz Gehrig und Hermann Müller, befasst sich nach der Behandlung einiger Themen aus dem Mittelalter schwerpunktmäßig mit dem Zeitraum von etwa 1600 bis Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts; Ausflüge ins 20. Jahrhundert erfolgen nur sporadisch. Das neue Buch ergänzt die letzte Chronik und schließt somit eine Lücke in der Darstellung der Stadtgeschichte.

Paeger sammelt seit über 20 Jahren Bücher, Zeitungsartikel und Postkarten über Tauberbischofsheim. Für das Buch durchforstete er darüber hinaus das Stadtarchiv Tauberbischofsheim, das Landesarchiv Baden-Württemberg mit seinen Zweigstellen in Wertheim-Bronnbach und Ludwigsburg – und durchwälzte zusätzlich die Ausgaben der örtlichen Tageszeitung von 1946 bis heute nach Daten, Hintergründen und Fotografien. Dabei wurde er von Jürgen Wohlfarth und Hendrik Beierstettel unterstützt. Ergebnis dieser Fleißarbeit sind Funde, die selbst manchem Heimatkenner neu sein dürften.

Ein Beispiel: Das alte städtische Schlachthaus am Wörtplatz, 1883 erbaut, diente seinem letzten Zweck ausgerechnet bei einer Kleintierzüchterausstellung im September 1969, ehe es abgerissen wurde und dem Neubau des Badenwerk-Verwaltungsgebäudes wich. Oder das kaiserliche Postamt von 1888, für dessen Bau kurzerhand ein Teil des Gasthauses „Zur Sonne“ geopfert wurde – mit der Folge, dass die Bahnhofstraße an dieser Stelle bis heute deutlich breiter ist als früher üblich.

Besonders lebendig wird die Chronik dort, wo Paeger Zeitzeugenberichte und historische Zeitungsartikel wörtlich einflocht. So beschreibt der 1981 in der örtlichen Tageszeitung veröffentlichte Erinnerungstext von Hugo Pahl den alten Wörtplatz der 1920er und 1930er Jahre mit seinem Wassergraben, in dem die Jugend schwimmen lernte, Stichlinge fing und selbstgebaute Rindenschiffchen zu Wasser ließ – während nebenan auf dem Viehmarkt Ochsen und Ackergäule an eisernen Ringen angekettet wurden. Solche Passagen holen ein Tauberbischofsheim zurück, das es in dieser Form nicht mehr gibt.

Auch das 20. Jahrhundert bleibt nicht außen vor

Auch das 20. Jahrhundert bleibt nicht außen vor. Paeger widmet den Waschbetonbauten der 60er und 70er, die einst das Stadtbild prägten und heute zunehmend verschwinden, eine eigene Betrachtung – von der abgerissenen Realschule über den ebenfalls schon verschwundenen EKZ-Neukauf bis zur Sonderschule, die inzwischen mit Bauzäunen umstellt ist. Es ist ein leiser Aufruf, wenigstens die Erinnerung an diese architektonische Epoche zu bewahren, wenn schon die Gebäude selbst fallen.

Zwischen den harten Fakten – Baujahre, Handelsregistereinträge – verstecken sich interessante Geschichten wie der Niedergang des „Hopfkonzerns“ 1930. Auch persönlich gefärbte Kapitel, etwa Erinnerungen an die Fußball-Nacht von Rom 1990, als der Marktplatz beim Brehme-Elfmeter regelrecht bebte, finden ihren Platz. Diese Mischung aus nüchterner Quellenarbeit und atmosphärischem Erzählen macht die Lektüre zu weit mehr als einem Nachschlagewerk.

Für die Recherchequalität spricht auch, dass Paeger nicht nur eigene Fotos beisteuert – nahezu jedes heute noch stehende Gebäude hat er 2025 selbst fotografiert –, sondern konsequent auf Originalquellen aus dem Fotoarchiv Heer oder Privatsammlungen zurückgreift. Genau diese Bildvielfalt dürfte den besonderen Reiz der über 900 Abbildungen ausmachen.

Zahlreiche Fotografien und Lagepläne

Zahlreiche Fotografien und Lagepläne machen die Stadt und ihr Erscheinungsbild in den einzelnen Jahrzehnten anschaulich und verdeutlichen ihre Entwicklung. Damit ist die neue Chronik nicht nur eine wertvolle Ergänzung der bisherigen Stadtgeschichte, sondern zugleich ein anschauliches Nachschlagewerk für alle Heimatfreunde dieser Stadt. Wer nicht leer ausgehen will, bestellt am besten gleich vor. Online ist dies möglich zum Subskriptionspreis unter chronik-tbb.de. Dieser besondere Preis liegt fünf Euro unter dem regulären und ist auf 400 Exemplare limitiert. Die Zahlung erfolgt erst bei Abholung im Buchladen „Schwarz auf Weiß“. Zudem ist das Werk dann auch erhältlich ab Mitte November in der Tourismus-Info im Rathaus (Erdgeschoss) und im Tauberfränkischen Heimatmuseum zu den jeweils regulären Öffnungszeiten.

Erschienen in den Fränkischen Nachrichten am 25. September 2026, Autor: Hendrik Beierstettel. Wiedergabe des Textes der Online-Fassung vom 24. September 2026.

Zeitungsseite mit dem Bericht „Neue Stadtchronik erscheint in Kürze“Artikel als PDF öffnen
Der Bericht im Lokalteil vom 25. September 2026

Fränkische Nachrichten ·

Jahreshauptversammlung der Tauberfränkischen Heimatfreunde

Im Anschluss an die Versammlung stellte Bernd Paeger seine Stadtchronik vor. Die Passage zum Buch ist im Zeitungsausschnitt rot eingerahmt und hier als Text wiedergegeben.

Nach einer kleinen Pause präsentierte Vereinsmitglied und Heimatforscher Bernd Paeger seine neue Stadtchronik, die in wenigen Wochen erscheinen soll. Das Werk, das den Zeitraum von etwa 1850 bis 2026 umfasst, widmet sich in beeindruckender Ausführlichkeit der baulichen Entwicklung der Stadt. Im Zentrum stehen öffentliche Gebäude, Amts- und Firmenbauten, die das Gesicht Tauberbischofsheims über Generationen geprägt haben. Es wird auch aufgezeigt, welche Firmen, Behörden und Institutionen im Laufe der Zeit in ihnen untergebracht waren.

Die Chronik wird damit zu einem lebendigen Spiegel eines stetigen Wandels- von der Gründerzeit bis in die Gegenwart. Die Erstauflage umfasst 1000 Exemplare und wird im Buchhandel "Schwarz-auf-Weiß" sowie in der Tourist-Info im Rathaus erhältlich sein.

Auszug aus dem Bericht vom 27. März 2026. Die Angaben zum Erscheinungstermin und die im Zeitungsausschnitt genannte Auflage von 600 Exemplaren entsprechen dem damaligen Stand. In der Textfassung hier wurde die Auflagenzahl bereits auf 1000 Exemplare aktualisiert.

Zeitungsbericht mit rot markierter Passage zur StadtchronikZeitungsausschnitt vergrößern
Vollständiger Zeitungsbericht

Fränkische Nachrichten ·

Terminankündigung der Jahreshauptversammlung

Ankündigung der Jahreshauptversammlung der Tauberfränkischen Heimatfreunde mit anschließender Vorstellung der Stadtchronik.

Terminankündigung der Jahreshauptversammlung und BuchvorstellungZeitungsausschnitt vergrößern
Kurzartikel vom 20. Februar 2026

Zeitungsausschnitt

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