Staatsarchiv Würzburg, Mainzer Regierungs-archiv, MRA Chaussee K 249/13
1755
Abriß über die Grossenrinderfelder Straßen
Nr. i: ist die Strassen, so von Oberamtswegen gemacht werden will
Nr. z: ist die Strassen so die Unterthanen verlangen
Von Lit. A bis B ist fast lauter Hohlweg
Li. B muß eine Brücke gemacht werden
Lit.C Eine steinerne Hauptbrücken mit 2 Bogen
Von D bis E geht er über die besten Gütter (Äcker)
Von F bis G durch den gemeinen Waldt wo vieles Holtz zugrund gehet
Von G bis H wieder über die Gütter
Lit.J erfordert eine hölzerne Brücken
Li. K muß die allda schon stehende B.Säulen erweitert werden
Lit.F der Hauptfluß
1755: Bauplanung der Chaussee (=befestigte Straße) zwischen Großrinderfeld und dem Forst (Richtung Bischofsheim)
Hierzu gibt es eine ziemlich umfangreiche Akte, weil sich einige Großrinderfelder gegen den Plan des Oberamts Bischofsheim wehrten, wonach die Straße mitten durch den Ort gebaut werden sollte (= Durchbrechung der Ortsbefestigung, die hier keine Tore besaß). Die Großrinderfelder „Rebellen“ (Zitat) sabotierten sogar den amtlichen Straßenbau und gruben die neue Straße teilw. wieder ab. Letztendlich jedoch ohne Erfolg. Die Straße wurde gebaut, wie das Oberamt es wünschte und existiert heute noch so als Ortsverbindungsweg („Alte Straße“ durch den Forst)